Dienstag, 12. Mai 2026

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Double-Header im Northern Talent Cup: Thias Wenzel mit gemischten Gefühlen nach Rennwochenenden am Sachsenring und in Brünn

Zwei Rennwochenenden innerhalb von zwei Wochen – im Northern Talent Cup (NTC) bedeutete der Juli für Thias Wenzel doppelten Einsatz. Der 16-jährige Motorradrennfahrer aus Hermannsburg stand dabei sowohl beim Heimrennen auf dem Sachsenring als auch im tschechischen Brünn im Rahmenprogramm der Königsklasse MotoGP am Start. Trotz schwieriger Bedingungen und unglücklicher Rennverläufe sammelte Wenzel wichtige Punkte und Erkenntnisse für die zweite Saisonhälfte.

Thias Wenzel (links im Bild) im Zweikampf mit dem Belgier Lorenzo Pontillo am Sachsenring

Sachsenring: Durchbeißen bei schwierigen Bedingungen

Schon vor dem Rennstart war klar: Der Sachsenring gehört nicht zu Thias Wenzels Lieblingsstrecken. „Ich wusste, dass es nicht einfach wird, aber gerade dann will ich das Maximum rausholen“, erklärt der Nachwuchsfahrer vom MTC Faßberg im ADAC. Im Zeittraining qualifizierte sich Wenzel immerhin auf Platz 7.

Im ersten Rennen am Samstag kämpfte der vom ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt geförderte Fahrer mit dem Setup seines Motorrads. „Ich bin nicht so richtig ins Fahren gekommen und hatte Probleme, mich auf das Bike einzustellen“, resümiert er selbstkritisch. Platz 9 bedeutete Schadensbegrenzung.

Am Sonntag sorgte Regen für herausfordernde Bedingungen. Thias startete von Position 7 und blieb konstant im Mittelfeld. „Ich habe mich bei den Überholmanövern schwergetan, aber immerhin konstant Punkte mitgenommen.“ Mit Rang 7 beendete er das Wochenende solide – wenn sich der Hermannsburger insgeheim mehr erhofft hatte.

Brünn: Premiere mit starker Pace und unglücklichem Aus

Eine Woche später wartete mit Brünn eine neue Herausforderung – die Strecke war für Wenzel Neuland. „Die Strecke hat mir auf Anhieb gefallen, technisch anspruchsvoll, aber richtig schön zu fahren.“ Im Qualifying profitierte er von einem mutigen frühen Run auf abtrocknender Strecke und sicherte sich bei einsetzendem Regen Startplatz 6. „Mit der Position war ich zufrieden – sie war eine gute Ausgangslage für die Rennen.“

Im ersten Lauf mischte Wenzel lange in der Führungsgruppe mit, kam nur 0,5 Sekunden hinter Sieger Fynn Kratochwil ins Ziel. Doch trotzdem reichte es im eng umkämpften Feld des NTC nur für Platz 8. „Ich hatte mir im Training einige Dinge angewöhnt, die im Rennen auf trockener Strecke nicht so gut funktioniert haben und musste mich im Rennen umstellen. Schade, dass es nur der achte Platz wurde, denn es war mehr drin“, resümiert Wenzel. Die gemeinsame Analyse mit seinem Mechaniker offenbarte zudem weiteres Verbesserungspotential. 

Am Sonntag dann das sportliche Highlight – und der Tiefpunkt zugleich. Nach starkem Start und spannenden Zweikämpfen lag Wenzel zwischenzeitlich in Führung. Doch in der zweiten Rennhälfte kam es zur Kollision mit einem Gaststarter. „Er hat mich außen abgeräumt – ich musste das Motorrad ins Kiesbett werfen, um nicht in die Streckenbegrenzung zu krachen“, so Wenzel. Der Ausfall schmerzte – nicht nur sportlich, sondern auch emotional. „Ich war richtig enttäuscht – Heute war sogar ein Sieg möglich.“

Ausblick: Voller Fokus auf den Nürburgring

Trotz Rückschlägen zeigt sich der 16-Jährige kämpferisch. In der Gesamtwertung des Northern Talent Cup liegt Wenzel nun auf Platz 3, in Schlagdistanz zum Zweitplatzierten Robin Siegert. „Jetzt kommt mit dem Nürburgring eine Strecke, die mir liegt – harte Anbremszonen, gutes Überholpotenzial. Ich freue mich drauf und will wieder angreifen.“

PR
Foto: Northern Talent Cup

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