10 Jahre Salinenfest in Sülze – Ein Fest für die ganze Familie und ein Blick in die Salzgeschichte
Bei strahlendem Spätsommerwetter verwandelte sich der Salinenpark am vergangenen Sonntag in einen lebendigen Treffpunkt für Jung und Alt. Das Salinenfest, das in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feierte, stand ganz im Zeichen von Salz und Sole – den beiden Elementen, die Sülze über Jahrhunderte geprägt haben.




















Organisiert vom Förderverein Saline Sülze e.V. begann das Fest traditionsgemäß mit einem Gottesdienst, bevor das Blasorchester Salinia die zahlreichen Besucherinnen und Besucher musikalisch begrüßte. Mehr als 40 Ehrenamtliche sorgten in mehreren Teams mit unterschiedlichen Zuständigkeiten für eine perfekte Vorbereitung und einen reibungslosen Ablauf.. Von frisch gebackenen Kartoffelpuffern, Kürbissuppe und Kuchen der Landfrauen aus Bergen bis hin zu Grill- und Pfannengerichten – für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.
Auch musikalisch bot das Fest viel Abwechslung: Der Männergesangverein Eversen, Salina und W69 sorgten für stimmungsvolle Unterhaltung. Für die jüngsten Gäste gab es das Natur-Entdecker-Mobil, ein Trampolin und Aktionen der Jugendfeuerwehr.
Besonderes Highlight waren die kostenlosen Führungen durch das Salinenmuseum. Dort erhielten die Besucher spannende Einblicke in die Geschichte der Salzgewinnung, die in Sülze bis ins Jahr 1379 zurückreicht. Damals wurde das salzhaltige Wasser – die Sole – aufwendig dorthin transportiert, wo Torf als Brennmaterial vorhanden war. Über kilometerlange Rohrleitungen aus ausgehöhlten Baumstämmen gelangte die Sole zu den Gradierwerken und Siedehäusern in Orten wie Twießelhop, Hassel und Altensalzkoth. Trotz hoher Konkurrenz, insbesondere aus Lüneburg, gelang es den Sülzer Salzsiedern über Jahrhunderte, das „weiße Gold“ zu gewinnen – bis der Betrieb 1862 schließlich eingestellt wurde.
„Das Salinenfest ist für uns weit mehr als ein Dorffest“, betonte Gabriele Link, Vorsitzende des Fördervereins. „Es ist ein Tag, an dem wir Geschichte erlebbar machen und die Dorfgemeinschaft stärken.“ Gabriele Link, zeigte sich besonders erfreut über das große Interesse der Gäste an der Geschichte der Saline und dem dazugehörigen Museum. Wie sie im Gespräch mit uns erläuterte, hat das Fest Tradition, das immer am 3. Sonntag im September sehr gern angenommen wird. Es gehe vor allem darum, die Dorfgemeinschaft zu pflegen und Familien zusammenzuführen „Ist immer wieder schön hier“, rief eine Besucherin der Vorsitzenden im Vorübergehen zu. Nicht nur Einheimische, sondern auch zahlreiche Gäste von außerhalb nutzten die Gelegenheit, Sülze und seine historische Bedeutung als Salzsiederort kennenzulernen
Mit seiner Mischung aus Unterhaltung, Kulinarik und lebendiger Geschichtsvermittlung hat sich das Salinenfest zu einem festen Termin im Veranstaltungskalender der Region entwickelt.
Der Salinenpark wird damit Jahr für Jahr zum Ort der Begegnung, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Gemeinschaft auf besondere Weise zusammenkommen.
Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler Presse
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