Samstag, 11. Juli 2026

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Lieder und Geschichten, die unter die Haut gingen beim Jubiläumskonzert „Töne der Vielfalt – Stimmen der Demokratie“ im Hagensaal Nienhagen

Kürzlich fand im Hagensaal Nienhagen anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Interkulturelle Woche 2025“ eine besondere Veranstaltung unter dem Motto „Töne der Vielfalt, Stimmen der Demokratie“ statt. Die SoVD-Ortsverbände aus Nienhagen, Großmoor, Wathlingen, Eicklingen und Bröckel/Langlingen hatten zu dieser Jubiläumsveranstaltung eingeladen, um ein Zeichen für Offenheit, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu setzen.

Nach der Begrüßung durch Hermann Kesselhut, Vorsitzender des SoVD-Ortsverbandes Nienhagen, erläuterte Gonca Kaftan, stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Nienhagen und Ideengeberin der Veranstaltung, den Hintergrund der Veranstaltung. Sie betonte die Bedeutung interkulturellen Verständnisses und solidarischer Gemeinschaft, verbunden mit dem Jubiläum der 50 Jahre Interkulturelle Woche und dem Tag der Demokratie am 15. September 2025. Die Idee sei beim gemeinsamen Frühstück zum Weltfrauentag der SoVD-Ortsverbände entstanden, und die Umsetzung sei dank großzügiger Unterstützung der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung sowie der Gemeinde Nienhagen, die den Hagensaal zur Verfügung stellte, möglich geworden.  Zudem ging Gonca Kaftan darauf ein, wie wichtig gerade in der heutigen Zeit Demokratie und Vielfalt sein. Es braucht Mitwirkung, Respekt und Teilhabe aller.

Samtgemeindebürgermeisterin Claudia Sommer betonte in ihrem Grußwort, wie wichtig es ist, Vielfalt sichtbar zu machen, Begegnungen zwischen Kulturen zu fördern und Vorurteile abzubauen. Annett Rindfleisch vom Hospiz Celle gab einen kurzen Überblick über die ehrenamtliche Hospizarbeit für Kinder und die Kindertrauerarbeit. Die Spenden des Abends werden dieser Arbeit zugutekommen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand jedoch die Sängerin Ayda Kırcı, deren Stimme die poetischen und oft melancholischen türkischen Lieder von Anatolien bis zur Schwarzmeerküste mit der Freiheit des Jazz verschmolz. So entstand ein Klang, der Brücken zwischen Kulturen, Generationen und Herzen schlug. Die Arrangements von Helge Adam eröffneten neue, emotionale Hörwelten und machten die Vielfältigkeit und Schönheit der türkischen Volksmusik zugänglich, trotz der ungewohnten Rhythmen und der Vierteltönigkeit der Melodien. Mitreißend wurden diese Lieder von Ayca Kirci gesungen, begleitet von der herausragenden Begleitband: Helge Adam am Klavier, Peter Schwebs am Bass, Dieter Schmigelok am Drumset. Zwischendurch erzählte sie ihre eigene Geschichte und von den Problemen, die man in Deutschland als Tochter von türkischen Gastarbeitereltern hat und betonte, zu den kulturellen Wurzeln zu stehen und Mehrsprachigkeit als Geschenk statt Makel zu verstehen. Zudem erläuterte sie die Lieder und ihre Entstehung. „Anatolian Goes Jazz“ war mehr als Musik– ein Erlebnis, das Kulturgrenzen überwindet, Vielfalt feiert und zu Gesprächen anregt.

Es war eine einzigartige Veranstaltung, die nicht nur musikalisch begeisterte, sondern auch gesellschaftlich ein starkes Zeichen für Demokratie, Vielfalt und gemeinschaftliches Engagement setzte, die Menschen ins Gespräch brachte und mit einem einzigartigen Einblick in die Welt der anatolischen Klänge bereicherte. Ein inspirierender Abend, der hoffentlich das Verständnis füreinander vertieft und die Gemeinschaft weiter stärkt.

PR
Fotos: Dirk Schakies und Gisela Janßen

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