Dienstag, 9. Dezember 2025

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Anspruch, die gesamte Kommunalwahl zu gewinnen – Delegierten-Kreisparteitag der CDU

Die Mitgliederzahlen sind rückläufig, 60 Prozent von ihnen sind 60 +, und auch mit dem Anteil der Frauen hapert es noch. Von diesen drei Negativpunkten abgesehen, gestaltet es sich bei der CDU auf Kreisebene gut und besser. Dieser Eindruck vermittelte sich auf dem Delegierten-Kreisparteitag der CDU mit Neuwahl des Vorstands im Stadtpalais am vergangenen Dienstag.

„Alles in allem läuft es gut“, fasste der Kreisvorsitzende Jörn Schepelmann seinen Bericht über die Jahre 2024 und 2025 zusammen. „Wir sind professioneller aufgestellt, besonders bei social media.“ Man habe aber Wahlen vor sich. „Die Arbeit dafür beginnt jetzt. Ab Februar 2026 werden die Kandidaten aufgestellt“, berichtete Schepelmann und fügte hinzu: „Wir stellen den Anspruch, dass wir die gesamte Kommunalwahl gewinnen.“

In der anschließenden Aussprache zu den Berichten kam die Frage nach den Mitgliederzahlen auf. Während des würdigen Gedenkens wurden alle Namen der verstorbenen Männer und Frauen verlesen. Die Liste war lang. Derzeit beläuft sich die Mitgliederzahl des Kreisverbandes Celle mit 29 Ortsverbänden auf 1230, der Altersdurchschnitt beträgt 62,35. Lediglich 23,8 Prozent davon sind Frauen, referierte Jens Meyer. Es gebe durchaus Neueintritte, „immer mal wieder ist eine Frau darunter“. Der Trend bei der Mitgliederstärke sei insgesamt rückläufig. „Wir wollen die CDU weiter verjüngen“, betonte der Kreisvorsitzende und fügte hinzu: „Celle ist CDU-Land, die CDU war immer in Celle stark und wird es auch bleiben.“

Aufgrund eines Beschlusses der Bundes-CDU, wonach ab dem 1.1.2023 eine Frauenquote ab der Kreisverbandsebene gilt, müssen mindestens fünf der neun Beisitzer weiblich sein. Alle Bewerber stellten sich den 110 Delegierten vor, am Ende machten Emily Böker, Anneke Hagedorn, Jan Hägerling, Julia Hammerschmidt, Heike Behrens, Burkhard Hoppenstedt, Helena Neuhold, Ulf Pohlmann und Leon Zakfeld das Rennen. Jörn Schepelmann wurde in seinem Amt als Kreisvorsitzender bestätigt, seine Stellvertreter sind Christian Ceyp, Silke Kollster und Annika Liedtke.

Der Wahlvorgang brachte einige Pausen während der Stimmauszählung mit sich. Landrat Axel Flader wurde gebeten, die Zeit zu füllen. Aus dem Stegreif referierte er über die Situation im Landkreis: Als seine Themen, denen sein Hauptaugenmerk gilt, nannte er die Gesundheit, den Klimaschutz und die Bildung, machte keinen Hehl daraus, dass sich der Landkreis in Geldnöten befindet. „Wir brauchen dringend finanzielle Unterstützung von Bund und Land.“ Allein für die Sozialleistungen, die Jugend- und Eingliederungshilfe müssten zusätzlich zweistellige Millionen-Beträge aufgebracht werden. Für das Allgemeine Krankenhaus zahle man, obwohl das Land in der Pflicht sei. Dennoch werde er alles dafür tun, „dass wir das Krankenhaus behalten. Es ist existenziell wichtig für Celle und den Landkreis.“ Für diese Aussage erntete der Landkreis-Chef Applaus.

Der Landtagsabgeordnete Alexander Wille kritisierte in seinem Grußwort, dass die Stadt Celle unter der rot-grünen Landesregierung zu kurz komme. Als ein Beispiel nannte er die Rücknahme des in Celle geplanten Staatsschutzsenates für das Oberlandesgericht. „Dieses Projekt wurde von Justizministerin Wahlmann beerdigt“, betonte Wille und sagte abschließend: „Verlassen Sie sich auf uns in Hannover!“

Das Ende der dreistündigen Veranstaltung bildete, wie bei der CDU üblich, das gemeinsame Singen der Nationalhymne. „Wir könnten ja auch ein Geburtstagsständchen anlässlich des 70igsten Geburtstags von Friedrich Merz anstimmen“, warf Jörn Schepelmann augenzwinkernd ein, bevor sich die Kreisdelegierten von den Plätzen erhoben und aus voller Brust das Deutschlandlied sangen.

Anke Schlicht
Redaktion Celler Presse
Fotos: Anke Schlicht

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