Samstag, 17. Januar 2026

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Dauerausstellung Caroline Mathilde mit neuen Highlights

Sie war über Jahre sehr sorgfältig und ideenreich vorbereitet worden und das Herzstück des auslaufenden Caroline-Mathilde-Jahres. Vor wenigen Wochen ist die Sonderausstellung „London – Kopenhagen – Celle“ anlässlich des 250. Todestages der dänischen Königin Caroline Mathilde (1751-1775) zu Ende gegangen. Doch „es soll weitergehen“, betont der Direktor der Celler Museen Stefan Daberkow anlässlich eines Rundgangs durch die Caroline-Mathilde-Räume im Celler Schloss. Diese wurden modernisiert, indem Medienstationen, Objekte und Gemälde aus der international angelegten Schau, die 34.000 Besucher gesehen haben, an dieser Stelle weiterverwendet werden und zusätzliche Maßnahmen die Nutzerfreundlichkeit erhöhen. So können beispielsweise alle Texte mittels eines QR-Codes in Englisch, Dänisch und Deutsch abgerufen werden. Ein Exponat ist jedoch neu und besticht nicht nur durch sein Äußeres, sondern auch durch seine Geschichte.

Geschaffen hat es Valeriia Protsenko, die 2022 vor dem Krieg in ihrem Heimatland, der Ukraine, geflohen ist und mittlerweile in der Kostümbildnerei des Schlosstheaters arbeitet. Die ausgebildete Maßschneiderin besuchte die Ausstellung und war hingerissen. Die Schau inspirierte die junge Frau zum Schneidern eines Rokoko-Kleides in Miniatur. 160 Arbeitsstunden verwendete sie auf die Fertigung des hellblauen Textilobjektes mit sämtlichen Unterröcken und Miedern, die man damals trug. „Die Entstehung ist hier an der Medienstation nachzuvollziehen“, berichtet Michelle Bappert vom Residenzmuseum Celle. Dessen Leiterin Juliane Schmieglitz-Otten fügt hinzu: „Valeriia Protsenko möchte mit dieser Schenkung Danke sagen für die Aufnahme hier in Celle“.

Die beiden Kuratorinnen von „London-Kopenhagen-Celle“, Juliane Schmieglitz Otten und Michelle Bappert, zeigen sich rückblickend sehr zufrieden: „Wir hatten viele Gäste aus Dänemark“, berichtet Bappert. Die Ausstellung habe die Wahrnehmung der Königin verändert. Für viele Menschen war Caroline Mathilde die verbannte Königin, viel mehr wusste man nicht. „Nun hat der Name eine ganz andere Konnotation“, erläutert Schmieglitz-Otten. Sie legt Wert darauf, Gesamtzusammenhänge aufzuzeigen: „Ohne die Personalunion wäre sie beispielsweise nicht hier gelandet“, merkt sie an. Die Leiterin des Residenzmuseums möchte darüber hinaus die historische internationale Verflechtung Celles vermitteln, die Geschichte Caroline Mathildes war ein bis zum Start der Ausstellung wenig beleuchteter Teil dessen. Die Herzogstadt verfügt mit ihrer adeligen Vergangenheit über einen kulturellen Schatz. Einer, der im Hinblick auf die touristische Vermarktung daraus schöpfen wollte, war der frühere Chef der inzwischen liquidierten CTM (Celle Tourismus Marketing), Klaus Lohmann. „Vor diesem Hintergrund war er vor etlichen Jahren einer der Ideengeber für die Schau“, erläutert Schmieglitz-Otten.

Sie verfolgt mit der inhaltlichen Ausgestaltung des Residenzmuseums ein Gesamtkonzept, in dessen Roten Faden sich die neuen Caroline-Mathilde-Räume hervorragend einfügen.

Anke Schlicht
Redaktion Celler Presse
Fotos: Anke Schlicht

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