Montag, 9. März 2026

✔ unabhängig ✔ überparteilich ❤ kostenfrei

Anzeige

Anzeige

Nicolas Büchse berichtet von seinen Begegnungen mit dem Holocaustüberlebenden Albrecht Weinberg

Der „stern“-Journalist hat ein Buch über Albrecht Weinberg geschrieben und sprach bei der Vortragsreihe des Oberlandesgerichts Celle vom Leben eines der letzten Zeitzeugen des Holocausts.

Ein 97-Jähriger begibt sich auf Klassenfahrt nach Israel. Als er davon hörte, habe er sich gedacht: Diesen Menschen müsse er kennenlernen, sagt Nicolas Büchse. Er wird Albrecht Weinberg schließlich auf seiner Reise mit Schülerinnen und Schülern begleiten. Von seinen Erlebnissen und Gesprächen mit einem der letzten Zeitzeugen des Holocausts berichtete der „stern“-Journalist vergangene Woche bei der Vortragsreihe des Oberlandesgerichts Celle.

In seinem Vortrag zeichnet Nicolas Büchse das Leben Albrecht Weinbergs nach, er erzählt von einer Kindheit im ostfriesischen Leer, von der Gemeinde, in der die jüdische Familie „immer mehr Zuspruch, immer mehr Nachbarschaft“ verlor. Wie der Junge Albrecht Weinberg nicht mehr zur Schule durfte, wie er noch seine Bar Mizwa in der Synagoge von Leer feiern durfte, vom letzten Bild der Geschwister und dass Albrecht Weinberg später sagt: „Den Glauben habe ich in Auschwitz verloren.“

Nach dem Krieg wanderte Albrecht Weinberg mit seiner Schwester in die USA aus. Über ihre Erlebnisse haben sie damals nicht miteinander gesprochen, berichtet Nicolas Büchse. „Es gab keine Therapien, es gab auch kein Verständnis.“ Doch etwas anderes hat sie all die Jahre begleitet: Das Hochzeitsfoto ihrer Eltern. Es wurden nicht viele Bilder von Holocaustüberlebenden gerettet, sagt Nicolas Büchse. „Dieses Bild der Eltern ist immer mitgezogen.“

Journalist schreibt Buch über Holocaustüberlebenden

Mittlerweile spricht der Hundertjährige schon lange über den Holocaust, vor allem in Schulen, auch zusammen mit seiner ehemaligen Pflegerin und jetzigen Mitbewohnerin Gerda Dänekas. Dann könne Albrecht Weinberg häufig schlecht schlafen, sagt Nicolas Büchse. Doch er berichtet auch von der Verbundenheit mit den Schülerinnen und Schülern. Die Schule im ostfriesischen Rhauderfehn trägt mittlerweile Albrecht Weinbergs Namen. Ein großes Anliegen sei Albrecht Weinberg auch, einen Gedenkort für die Synagoge in Leer zu schaffen. „Dieser Mann, der kümmert sich noch, der nimmt noch teil“, sagt Nicolas Büchse.

Bei der Klassenfahrt nach Israel ist es für Nicolas Büchse und Albrecht Weinberg nicht geblieben. Der Journalist hat ein ganzes Buch mit dem Titel „Damit die Erinnerung nicht verblasst wie die Nummer auf meinem Arm“ über Albrecht Weinberg geschrieben. „Das war auch der Antrieb für das Buch, um die Geschichte von Albrecht möglichst vielen zu erzählen.“

PR

Hinweis zu der Meldung
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.

WhatsApp-Kanal Immer bestens informiert! Erhalten Sie die neuesten Nachrichten und Updates jetzt auch direkt auf Ihr Smartphone. Folgen Sie unserem WhatsApp-Kanal und bleiben Sie schnell und unkompliziert auf dem Laufenden. Hier klicken und abonnieren!



Anzeige