Dienstag, 17. Februar 2026

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Kunstverein mit neuem Leitungsquartett – „Auch internationale Kunst nach Celle holen“

Im gerade zu Ende gegangenen Jahr 2025 feierte er sein 60-jähriges Bestehen, allerdings ohne viel Aufhebens, denn es stand nicht fest, ob das Jubiläum nicht gleichzeitig das Ende des Kunstvereins Celle (KVC) bedeuten würde. Doch soweit kam es nicht, der bisherige Vorsitzende Dr. Uwe Kerstan konnte anlässlich der Vernissage zur aktuellen Ausstellung „Paarlauf – Timm Ullrichs und Christiane Möbus“ in der Gotischen Halle die gute Nachricht verkünden: „Wir haben einen neuen Vorstand, die Arbeit des Kunstvereins Celle geht weiter!“ Der in Hannover geborene und aufgewachsene, mittlerweile aber in Celle beheimatete Carlo Eggelsmann übernimmt den Vorsitz, ihm zur Seite stehen Tim Cierpiszewski, Dr. Birgit Nieskens und Anna Schweiger.

Das Quartett ist sehr ambitioniert, hat klare Vorstellungen, wie die Zukunft des Kunstvereins aussehen soll: „Ein zeitgenössisches international ausgerichtetes Ausstellungsprogramm, das überregional Sichtbarkeit erlangt und eine kulturelle Bereicherung für Celle bietet“, schwebt den vier Verantwortlichen vor. Ist das nicht eine Nummer zu groß für eine kleine Stadt? „Nein, das ist nicht zu groß. Wir finden es wichtig, über den Tellerrand der Stadt Celle und Niedersachsens hinauszuschauen und bei Bedarf auch internationalen Künstlern und Künstlerinnen einen Ausstellungsraum zu bieten. In Celle wohnen und arbeiten Menschen aus über 100 Nationen, Celle ist also längst auch ein Stück weit international ausgerichtet“, lautet die Antwort.

von links Anna Schweiger, Birgit Nieskens, Carlo Eggelsmann (Tim Cierpiszewski fehlt)

Als Zielgruppe schwebt ihnen ein breites Publikum vor. Der neue Vorstand möchte im Zuge seiner Präsentation von Kunst Berührungsängste abbauen. „Wir glauben daran, dass Kunst auch in Celle Menschen inspirieren und verbinden kann.“ Sehen sie keinen Widerspruch zwischen internationaler Kunst und einem breiten Publikum? „Auf gar keinen Fall. Bereits jetzt gibt es kaum Barrieren für einen Ausstellungsbesuch in der Gotischen Halle, da dieser kostenfrei ist. Projekte mit Schulen haben z.B. auch in Celle gezeigt, dass sich jüngere Menschen mit klugen zielgruppengerechten Konzepten und guter Vermittlungsarbeit für Kunst begeistern lassen. Deshalb möchten wir den KVC in Celle noch bekannter machen und insbesondere jüngere Menschen oder Familien für Kunst begeistern.“

Die Vier halten Celle für eine Stadt der Kunst, sie sei ein Ort „mit einem Nebeneinander von historischer Kunst (Museen, Bauhaus, Altstadt) und aktueller Kunst. Celle hat eine sehr lebendige Kunst- und Kulturszene, geprägt von großen Kulturhäusern wie dem Schlosstheater, der CD-Kaserne und dem Kunstmuseum, aber auch vielen Vereinen oder Angeboten, die sich meist ehrenamtlich um die Bildende Kunst kümmern.“

Dem Anspruch, sich international auszurichten, kann die deutschlandweite Vernetzung von nationalen Kunstvereinen dienlich sein. „Mit den Ausstellungen sollen aktuelle künstlerische Phänomene und Strömungen sichtbar werden“, formuliert das Quartett seinen Anspruch.

Der neue Vorsitzende Carlo Eggelsmann, der Freie Kunst und Kunst und Philosophie auf Lehramt an der Kunstakademie Münster studiert hat und als Lehrer an der Integrierten Gesamtschule Celle tätig ist, antwortet auf die Frage, was ihn für den Posten qualifiziere: „Wie meine Mitstreiter und Mitstreiterinnen aus dem neuen Vorstand habe ich fachlich einen geschulten Blick auf den zeitgenössischen und historischen Kunstbetrieb. In meiner eigenen künstlerischen Tätigkeit beschäftige ich mich hauptsächlich mit einem malerischen Diskurs und beobachte auch automatisch die aktuellen Strömungen in der Kunst.“ Der 40-Jährige hatte bereits verschiedene Funktionsämter inne, in denen er beispielsweise an der Weiterentwicklung des Faches Kunst an allen niedersächsischen Gesamtschulen mitarbeitete. Er beriet das Niedersächsische Kultusministerium bei der Aktualisierung der Rahmenbedingungen für das Schulfach. „Ich war beispielsweise beratend tätig bei der Überarbeitung des Grundsatzerlasses oder in der Kommission zur Erstellung des neuen Kerncurriculums Kunst für die Sekundarstufe I. Darüber hinaus war ich Referent von Fortbildungen für die mittlere Managementebene an Schulen.“

Auf die erste vom neuen Vorstand verantwortete Ausstellung darf man gespannt sein. Indes ist die letzte Schau der alten Führungsgarde um Dr. Uwe Kerstan „Paarlauf“ so erfolgreich, dass sie bis zum 31. Januar 2026 verlängert wurde.

Anke Schlicht
Redaktion Celler Presse
Foto: Anke Schlicht

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