Dienstag, 17. Februar 2026

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DIE WUT DIE BLEIBT – ein intensives und kraftvolles Bühnenstück, das die ganze Misere der modernen Frau abbildet, feierte im Schlosstheater Celle Premiere

Das Inszenierung von „Die Wut die bleibt“ von Mareike Fallwickl, in der Bühnenfassung von Jorinde Dröse und Johanna Vater, sprüht vor wütender Energie. Es beschäftigt sich radikal und erschütternd mit den Herausforderungen und Widerständen der modernen Frau. Mit den patriarchalen Strukturen und deren Folgen. Das Stück erzählt von Überforderung, Rollenbildern, Widersprüchen im Leben und zwischen den Generationen, von der ungesehenen Care-Arbeit, und von der weiblichen Kraft und Wehrhaftigkeit.

Frauen arbeiten, häufig in Teilzeit, und leisten, scheinbar nebenbei, die tägliche unbezahlte Haus -und Sorgearbeit, das führt oft zu chronischer Erschöpfung und Depressionen.

Helene ist diesem zerstörerischen Anspruch, allen Rollenmustern und Erwartungen gerecht zu werden, nicht mehr gewachsen – sie stürzt sich ohne erkennbaren Grund vom Balkon und stirbt.

Sie hinterlässt zwei kleine Söhne, ihre fünfzehnjährige Tochter Lola und ihren Mann Johannes.

Sarah, Helenes beste Freundin seit Kindertagen, erkennt die Überforderung von Johannes, und übernimmt nun, wie selbstverständlich, alle Aufgaben, die eine Mutter so meistern muss. Sarah führte bisher, als erfolgreiche kinderlose Autorin mit jungem Lover, ein gegenteiliges Leben.

Zunächst wollte sie die Aufgaben nur für eine kurze Übergangszeit übernehmen, doch es vergehen Monate und Sarahs eigenes Leben rückt immer mehr in den Hintergrund – Wut macht sich breit.

Ihr Verhalten sieht die anfangs sehr verletzte und trauernde Lola, sehr kritisch, und bringt sie auf die Palme. Trauer wandelt sich jetzt in Wut auf das System. Lola radikalisiert sich, besucht mit ihrer Freundin Sunny einen Selbstverteidigungskurs und gründet eine weibliche Schlägergruppe. Jeder Mann, jeder Junge, der einer Frau etwas angetan hat, wird von ihnen brutal zusammengeschlagen. Die Kraft ihrer Faustschläge ist nicht die Wut von Teenagern, es ist die Wut aller Frauen dieser Welt.

„Was einer von uns geschieht, geschieht uns Allen“

Diese Szenen werden durch beeindruckende Choreografien und kraftvolle Musik vom Ensemble fantastisch umgesetzt.

Helene taucht in dem Stück immer wieder als Geist auf, und kommentiert die Geschehnisse mit Ironie und Witz.

Am Ende steht die Solidarität von Sarah und Lola mit ihrer Gang, obwohl Sarah die Selbstjustiz der Mädchengang und die daraus entstehende Gewaltspirale in Frage stellt.

Dieser Abend regt zum Nachdenken an, und sorgt im Anschluss für dringend notwendige Diskussionen. Brandaktuell und für Teile der Zuschauer durchaus schmerzhaft „Oh ja, genauso ist es“.

Die junge Generation ist bereit alle vermeintlichen Selbstverständlichkeiten über Bord zu werfen und zu fragen, was es heißt heute eine Frau zu sein und wie es gelingen kann mit alten Mustern zu brechen. In Wirklichkeit hat sich zwischen den Generationen trotz Gleichheitsgesetz, das im Grundgesetz verankert ist, nicht viel geändert.

Der berührende Stoff trifft auf eine Regie -und Ensemble- Meisterleistung. Regisseurin Mirjam Neidhart und das wunderbare Ensemble des Celler Schlosstheaters brachten ein rasantes Theaterstück auf die Bühne, das mit Standing Ovations endete.

LolaYanthe Liv Glienke
Helene, Sportlehrerin, SibelVerena Saake
SarahAnja Syrbe
SunnyMia Kaufhold / Pia Noll
Johannes, PhysiklehrerPhilip Leenders
Leon, AlwaLuca Kühl
FemmeAnna Zolokevska
RegieMirjam Neidhart

Besetzung:

Editha Urich
Fotos: Marie Liebig

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