Samstag, 7. März 2026

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Valentinstag: Unterstützung und Schutz vor Gewalt statt Schokolade und Rosen

Der Valentinstag wird international als Tag der Liebenden begangen, an dem insbesondere Frauen Wertschätzung durch Geschenke wie Schokolade und Rosen entgegengebracht wird. „Wir nehmen den Valentinstag zum Anlass, um die Strukturen aufzuzeigen, die Frauen vor körperlicher und psychischer Gewalt schützen können. Es gilt diese zu stärken, damit können wir als Gesellschaft echte Wertschätzung gegenüber Frauen ausdrücken“, sagt    Marco Brunotte, Vorsitzender des Vorstands des AWO Bezirksverbands Hannover e.V.

Er betont die Bedeutung von Präventions-, Beratungs- und Schutzangeboten für Frauen, die von Gewalt betroffen sind und bezieht sich dabei auf die Ergebnisse der jüngst veröffentlichten Dunkelfeldstudie des Bundesinnenministeriums: „Unsere Beratungsstellen sind wichtige Anlaufstellen für Frauen in einer Gesellschaft, in der sie häufiger und schwerer von Gewalt betroffen sind als Männer. Innerhalb unserer Angebote wird Frauen zugehört, es wird ihnen geglaubt und sie erfahren einen Schutzraum, in dem sie empowert werden ihr Menschenrecht auf ein gewaltfreies Leben durchzusetzen und Gewaltsituationen zu verlassen. Dass 90 Prozent der Gewalttaten nicht angezeigt werden und bei Partnerschaftsgewalt sogar 95 Prozent der Vorfällte nicht zur Anzeige führen, verdeutlicht eindrücklich wie wichtig diese Beratungsstrukturen sind.“

Die AWO in Niedersachsen steht Frauen in Not mit Schwangerschaftskonfliktberatung, Gewaltberatungs- und Interventionsstellen sowie Frauenhäusern zur Seite. „Die Beratungsstellen können dazu beitragen die Hemmschwellen abzubauen, die Frauen daran hindern Gewalttaten anzuzeigen, in dem sie aufklären und die Frauen darauf vorbereiten was sie erwartet“, so Brunotte.

In dem verabschiedeten Gewalthilfegesetz und den zugesagten Mitteln des Bundes sieht die AWO eine Chance bestehende Beratungs- und Interventionsangebote zu stärken und damit den Verpflichtungen der Istanbul Konvention gerecht zu werden. Brunotte warnt jedoch, dass Kommunen sich jetzt nicht aus der Verantwortung ziehen dürfen: „Der Staat ist dazu verpflichtet, Frauen vor Gewalt und Partnerschaftsgewalt zu schützen und dazu beizutragen, dass es zu einer Strafverfolgung der Täter kommt. Hierfür braucht es ein flächendeckendes, zugängliches und kostenfreies Schutz- und Hilfesystem. Die Mittel des Bundes müssen zusätzlich sein und dafür genutzt werden dieses System zu stärken. Es darf nicht dazu kommen, dass Länder und Kommunen ihre Ausgaben kürzen und sich auf die Finanzierung durch den Bund verlassen.“

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