Samstag, 7. März 2026

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BARMER: Start der Fastenzeit: Ziele sollten realistisch sein 

Mit Beginn der Fastenzeit am morgigen Aschermittwoch nutzen viele Menschen die Gelegenheit, eingefahrene Gewohnheiten zu hinterfragen und bewusst Veränderungen im Alltag auszuprobieren. Fasten bedeutet heute für viele Menschen längst mehr als den klassischen Verzicht auf bestimmte Lebensmittel. Ob weniger Auto fahren oder bewusst digitale Medien meiden – das Weglassen bedeutet für viele einen Neustart und hilft, die gewohnte Komfortzone zu verlassen. Dabei steht häufig ein bewusster Umgang mit Konsum und Verhaltensmustern im Mittelpunkt:  „Zu viel Bildschirmzeit, zu wenig Bewegung, unregelmäßiger Schlaf oder ein hoher Süßigkeitenkonsum: vielen Menschen ist durchaus bewusst, welche Gewohnheiten ihnen langfristig nicht guttun. Im Alltag fällt es jedoch oft schwer, daran etwas zu ändern“, sagt die Psychologin Andrea Jakob-Pannier von der BARMER.  

Die Fastenzeit könne unabhängig von religiösen Motiven einen zeitlich begrenzten Rahmen bieten, um neue Routinen zu testen und eingefahrene Muster zu durchbrechen. Ein vorübergehender Verzicht, etwa auf bestimmte Medien oder Genussmittel, erfordere anfangs viel Disziplin. Gerade eine Reduzierung der digitalen Nutzung könne zunächst als ungewohnt oder unangenehm empfunden werden. Gleichzeitig entstehe dadurch Zeit für andere Aktivitäten. Wer eine selbst gesetzte Veränderung erfolgreich umsetzt, stärke zudem das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit, so Jakob-Pannier. Solche Erfahrungen könnten dazu beitragen, auch in anderen Lebensbereichen bewusster Entscheidungen zu treffen.  

Neben dem generellen Verzicht gewinnt auch das sogenannte Intervallfasten an Bedeutung. Dabei wird nicht vollständig gefastet, sondern die Nahrungsaufnahme bewusst auf bestimmte Zeitfenster begrenzt. Das kann helfen, Essgewohnheiten zu strukturieren und den Tagesablauf bewusster zu gestalten. Die BARMER betont jedoch, dass nicht jede Form des Fastens für jede Person geeignet ist. Insbesondere strengere Fastenmethoden oder ein vollständiger Verzicht auf feste Nahrung sollten vorab ärztlich abgeklärt werden. Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Niedersachsen und Bremen: „Jede Form des Fastens kann ein guter Anlass sein, das eigene Verhalten zu reflektieren und bewusst Veränderungen anzugehen. Die Fastenzeit ist dabei nicht nur eine Phase des Verzichts, sondern oft ein echter Gewinn: Wer erlebt, dass selbst gesteckte Ziele erreichbar sind, stärkt die eigene Selbstwirksamkeit und damit das Vertrauen in die Fähigkeit, den Alltag aktiv zu gestalten. Wichtig ist, realistische Ziele zu setzen und auf die eigenen gesundheitlichen Voraussetzungen zu achten.“

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