Montag, 13. Juli 2026

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Bundeswehr-Appell stärkt neue Partnerschaft

Mit einem öffentlichen Appell auf dem Deauvilleplatz hat die Bundeswehr am Donnerstagabend ihre Verbundenheit mit der Region sichtbar gemacht. Soldatinnen und Soldaten der Unteroffizierschule des Heeres, Lehrgruppe D (Delta), traten am 19. März an – begleitet von Ehrungen, dem Abschluss eines Ausbildungsabschnitts und der Begründung einer neuen Patenschaft mit der Gemeinde Eicklingen.

Geleitet wurde der Appell vom stellvertretenden Kommandeur, Oberstleutnant Tim Wein. Für die Lehrgruppe D begrüßte deren Kommandeur Oberstleutnant Tim Holzapfel zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft. Unter ihnen waren der Landtagsabgeordnete und Bürgermeister Jörn Schepelmann, der stellvertretende Landrat des Landkreises Celle, Charles Sievers, sowie Vertreter aus den Partnergemeinden Hambühren und Nienhagen. Auch Vertreter örtlicher Vereine, der evangelische Militärpfarrer Florian Hemme sowie Gäste aus der Bundeswehr, darunter aus dem Karrierecenter Hannover, nahmen teil. Für die musikalische Begleitung sorgten der Spielmannszug Groß Hehlen/Westercelle und der Musikzug Groß Hehlen unter der Leitung von Andrea Pommerening.

Im Mittelpunkt des Abends stand neben Auszeichnungen für Soldaten vor allem die neue Patenschaft zwischen der XIX. Inspektion und der Gemeinde Eicklingen. Bereits zuvor bestehen vergleichbare Verbindungen mit Nienhagen und Hambühren. Nun kommt Eicklingen als weiterer Partner hinzu.

In seiner Ansprache stellte Oberstleutnant Tim Holzapfel die sicherheitspolitische Lage in den Mittelpunkt. Soldatinnen und Soldaten müssten auf mögliche Krisen vorbereitet sein, auch wenn sich niemand einen Einsatz wünsche. Er verwies auf aktuelle Entwicklungen wie den Krieg in der Ukraine sowie internationale Spannungen, die auch Auswirkungen auf Europa haben. Vor diesem Hintergrund sei es Aufgabe der Bundeswehr, gemeinsam mit den Bündnispartnern vorbereitet zu sein.

Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Jörn Schepelmann griff diese Einschätzung auf. Er sprach von einer veränderten sicherheitspolitischen Lage und betonte die Verantwortung Europas, eigenständig handlungsfähig zu bleiben. Zugleich hob er die Bedeutung der neuen Patenschaft hervor: Diese solle nicht symbolisch bleiben, sondern aktiv gelebt werden. Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten sieht er unter anderem bei Veranstaltungen im Ort, etwa beim Schützenfest oder am Volkstrauertag. Auch der Deauvilleplatz könne künftig häufiger als Ort für militärische Appelle genutzt werden.

Für die XIX. Inspektion sprach Stabsfeldwebel Tobias Kleist. Er bezeichnete die Patenschaft als Teil einer gewachsenen Tradition innerhalb der Bundeswehr. Solche Verbindungen zwischen militärischen Einheiten und Gemeinden seien auf gegenseitige Unterstützung angelegt. Entscheidend sei, dass diese Partnerschaft im Alltag mit Leben gefüllt werde – durch Begegnungen, gemeinsame Veranstaltungen und gegenseitige Unterstützung.

Neben der feierlichen Begründung der Patenschaft wurden auch Soldatinnen und Soldaten für ihre Leistungen ausgezeichnet und Absolventen des ersten Ausbildungsquartals 2026 verabschiedet. Der Appell endete traditionell mit dem Abspielen der Nationalhymne.

Mit der neuen Verbindung zwischen der XIX. Inspektion und Eicklingen soll die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Zivilgesellschaft weiter ausgebaut werden. Dabei geht es aus Sicht aller Beteiligten nicht nur um formelle Kontakte, sondern um eine dauerhafte Präsenz im Gemeindeleben.

Redaktion
Celler Presse
Foto: Celler Presse