Dienstag, 12. Mai 2026

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Ostern zwischen Brauchtum, Politik und Glaubenssprache

Was bleibt von Ostern, wenn man genauer hinschaut? Welche Bräuche tragen bis heute, welche Fragen stecken dahinter, und wie verändert der Glaube den Blick auf das Leben? Die neue Ausgabe von „Angedacht“ spannt den Bogen von Osterwasser und Osterlachen über gelebte Inklusion in der Politik bis zur theologischen Frage, was Auferstehung eigentlich bedeutet.

Wenn Wasser, Feuer und Eier mehr erzählen

Ostern ist reich an Bräuchen, viele davon wirken vertraut, andere fast vergessen. Pastor Gerhardt Schlake aus Steyerberg erklärt, was hinter dem Brauch des Osterwassers steckt und warum ihm früher sogar heilende Wirkung zugeschrieben wurde. Auch das Osterlachen, seit dem 14. Jahrhundert belegt, gehört in diese Reihe. Dazu kommen das Osterei, das Osterfeuer und der Osterhase – Symbole, die bis heute religiöse und volkskundliche Deutungen miteinander verbinden.

Politik mit Assistenz und ohne Rückzugsraum

Constantin Grosch sitzt im Rollstuhl, ist Landtagsabgeordneter in Niedersachsen und lebt mit einer Muskelerkrankung, die eine Assistenz rund um die Uhr notwendig macht. Im Gespräch beschreibt er, was es bedeutet, dauerhaft jemanden an der Seite zu haben und praktisch keine Privatsphäre zu kennen. Zugleich kritisiert er, dass ein erheblicher Teil seines Einkommens zur Deckung behinderungsbedingter Kosten einbehalten wird. Trotzdem zeigt Grosch seit Jahren, dass politische Arbeit auch unter diesen Bedingungen möglich ist.

Ostfriesland feiert anders

Zu Ostern wird in Niedersachsen nicht überall nur gesucht und angezündet. Reporter Mark Eickhorst schaut auf Bräuche aus Ostfriesland und anderen Regionen des Landes. Beim Hicken-Bicken prallen gekochte Eier gegeneinander, beim Eiertrüllen rollen sie Hügel hinab, und beim Nötenscheeten wird mit Walnüssen gezielt. Im Harz gehören mancherorts sogar brennende Osterräder zum Osterbrauchtum.

Auferstehung ist nicht Wiedergeburt

Am Ostersonntag steht im Zentrum des christlichen Glaubens die Auferstehung Jesu. Trotzdem wird im Alltag oft auch von Wiedergeburt gesprochen. Wo der Unterschied liegt und warum beides nicht dasselbe meint, klärt Theologe Prof. Dr. Wolfgang Reinbold aus Hannover im Religionslexikon. Es geht um eine Unterscheidung, die viel über christliches Denken verrät.

Vom Karfreitag ins neue Leben

Ostern markiert nicht nur das Ende der Passion, sondern den Beginn eines neuen Lebens. Nach der Schwere des Karfreitags steht nun die Freude im Mittelpunkt. Genau darum geht es auch in den Sonntagsgedanken von Kerstin Mühlmann. Sie nimmt das Motiv des Neuanfangs auf und fragt, was Auferstehung heute bedeuten kann.

Zu hören ist die nächste Sendung Sonntag, 5. April, ab 10 Uhr bei „Angedacht, das Kirchenmagazin“ von Meer Radio auf den terrestrischen Frequenzen 88.0 oder 95.4 MHz oder direkt im Anschluss per Stream im Internet. Weitere Beiträge unter https://meerradio.de/programm/audio/beitraege/kirchenmagazin-angedacht.

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