Landesschülerrat verabschiedet sich: Zwei Jahre intensiver und erfolgreicher Arbeit gehen zu Ende
Mit dem morgigen Tag endet die Amtszeit des 24. Landesschülerrates. Zwei Jahre lang hat dieses Gremium engagiert und konsequent dafür gearbeitet, die Stimme der Schülerinnen und Schüler in der niedersächsischen Landespolitik sichtbar zu machen und ihre Interessen wirksam zu vertreten.
In unzähligen Gesprächen – unter anderem mit dem Niedersächsischen Kultusministerium, Abgeordneten des Niedersächsischen Landtages, Bildungsverbänden und Jugendorganisationen – wurde die Perspektive der Schülerinnen und Schüler in aktuelle bildungspolitische Prozesse eingebracht und kontinuierlich gestärkt.
Auch in zahlreichen Arbeitsgruppen war der Landesschülerrat aktiv beteiligt. Besonders hervorzuheben ist die Mitarbeit in der Arbeitsgruppe zur Oberstufenreform, in der gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Verbände an der zukünftigen Ausgestaltung des Abiturs gearbeitet wurde.
Die Amtszeit, die im April 2024 begann, startete mit einem großen Auftritt auf der IdeenExpo, bei der der Landesschülerrat mit einem eigenen Stand vertreten war und mit vielen Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kam. Im Anschluss veröffentlichte der Landesschülerrat sein Grundsatzprogramm, in dem Positionen zu Themen wie Partizipation, mentaler Gesundheit und Digitalisierung formuliert wurden. Nach zwei Jahren kann der Landesschülerrat auf wichtige Erfolge zurückblicken:
Die Demokratiebildung rückt zunehmend in den Mittelpunkt, die gesetzliche Verankerung der Schülervertretung in der Grundschule wurde in den aktuellen Schulgesetzentwurf aufgenommen, die digitale Lehrmittelfreiheit kommt zum nächsten Schuljahr und das Thema mentale Gesundheit gewinnt weiter an Bedeutung.
In diesem Zusammenhang entstand – auf Impuls des Landesschülerrates – eine Kooperation zwischen dem Kultusministerium, der Medical School Hamburg und dem LSR, aus der die Website jugendlichestaerken-niedersachsen.de hervorgegangen ist.
Auch beim Thema Hitzefrei für die Sekundarstufe II und die berufsbildenden Schulen war der Landesschülerrat erfolgreich: Die zu Beginn der Amtszeit erhobene Forderung nach einer Anpassung der Regelungen wurde bereits im vergangenen Sommer umgesetzt.
Bei der Erarbeitung der neuen Handyregelung war der Landesschülerrat eng eingebunden. Niedersachsen nimmt hier eine Vorreiter Rolle ein, da kein vollständiges Verbot ausgesprochen wurde.
Ein weiterer Schwerpunkt der vergangenen zwei Jahre war die Stärkung der Schülervertretungen im Land. Der Austausch mit den Kreisschülerräten wurde intensiviert und diese in ihrer Arbeit unterstützt. Im Dezember 2025 fand erstmals ein gemeinsames Seminar aller Kreisschülerräte in der Evangelischen Akademie Loccum statt – ermöglicht durch die Unterstützung der Konföderation der Evangelischen Kirchen in Niedersachsen.
Auch die beiden landesweiten Aktionstage waren ein großer Erfolg. Am 20. April kamen rund 450 Schülerinnen und Schüler aus ganz Niedersachsen zusammen, um über Schülervertretung und mentale Gesundheit zu diskutieren.
Ein Thema, das den Landesschülerrat auch künftig beschäftigen wird, ist der Politikunterricht. Dieser beginnt an vielen Schulformen erst in Jahrgang 7 oder 8, obwohl ein früherer Einstieg notwendig wäre. Zudem braucht es mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler – insbesondere eine Weiterentwicklung der Schulverfassung. Diese Anliegen wird der 24. Landesschülerrat an seine Nachfolger aus dem 25. Landesschülerrat weitergeben.
Matteo Feind, Vorsitzender des 24. Landesschülerrates, sagt dazu:
„Als Landesschülerrat können wir auf zwei intensive und prägende Jahre zurückblicken. In dieser Zeit haben wir an einer Vielzahl unterschiedlicher Themen gearbeitet – von mehr Beteiligung und einer starken Demokratiebildung über bessere Gesundheitsbedingungen bis hin zur Weiterentwicklung der Digitalisierung an unseren Schulen. Gemeinsam konnten wir wichtige Impulse setzen, Projekte voranbringen und konkrete Erfolge erzielen, die die Schülerinnenvertretung in Niedersachsen nachhaltig stärken. Diese zwei Jahre zeigen, wie viel möglich ist, wenn junge Menschen Verantwortung übernehmen und ihre Stimme konsequent einbringen.“
Der Landesschülerrat bedankt sich herzlich bei Kultusministerin Julia Willie Hamburg und dem gesamten Kultusministerium für die Offenheit und die zahlreichen Gespräche. Ebenso gilt der Dank den Abgeordneten des Niedersächsischen Landtages sowie den vielen Institutionen und Verbänden, die den LSR in den vergangenen zwei Jahren auf unterschiedliche Weise unterstützt haben.
Benedikt Knillmann, Marie Sievers und Matteo Feind standen für keine weitere Amtszeit zur Verfügung. Otto Ellerbrock und Jaron Apholz gehören dem Gremium wieder als Mitglieder an. Am 28.04. konstituiert sich der neue Landesschülerrat.
PR
Foto: Yamu_Jay / Pixabay
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