BUND weist Vorwürfe zur B3-Ostumgehung in Celle zurück
Der Vorstand der BUND-Kreisgruppe Celle hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach der Umweltverband für Kostensteigerungen und Verzögerungen beim Bau der B3 neu („Ostumgehung“) verantwortlich sei. In einer Stellungnahme reagiert der Verband damit auf öffentliche Darstellungen und sieht sich zu einer Klarstellung veranlasst.
Nach Angaben der Kreisgruppe werde in der öffentlichen Diskussion ein falscher Eindruck erweckt. Der BUND betont, dass seine Beteiligung im Verfahren im Rahmen gesetzlich vorgesehener Möglichkeiten erfolgt sei. Als anerkannter Naturschutzverband verfüge man über ein Verbandsklagerecht, das der Kontrolle von Planungsverfahren diene und auf europäischen sowie nationalen Rechtsgrundlagen beruhe.
Der Verband verweist darauf, dass die ursprüngliche Planung der Trasse aus seiner Sicht Mängel im Hinblick auf naturschutzrechtliche Vorgaben enthalten habe. Insbesondere wird auf die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie verwiesen, deren Einhaltung bei Infrastrukturprojekten verpflichtend sei. Da entsprechende Einwände im Planungsverfahren nicht ausreichend berücksichtigt worden seien, habe sich der BUND für den Klageweg entschieden.
Im weiteren Verlauf sei ein gerichtlicher Vergleich erzielt worden. Dieser habe nach Darstellung der Kreisgruppe dazu beigetragen, das Verfahren zu verkürzen und den Bau der Straße zu ermöglichen. Bestandteil des Kompromisses seien unter anderem Ausgleichsmaßnahmen wie Grün- und Fledermausbrücken, die negative Auswirkungen auf Natur und Landschaft abmildern sollen.
Die Kostenentwicklung des Projekts sieht der Verband nicht durch sein Vorgehen verursacht. Vielmehr hätten entsprechende Ausgleichsmaßnahmen bereits in der ursprünglichen Planung berücksichtigt werden müssen. Aus Sicht des BUND handele es sich daher nicht um zusätzliche Kosten, sondern um Aspekte, die von Beginn an hätten einkalkuliert werden sollen.
Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung äußert die Kreisgruppe auch Besorgnis über den Umgangston in der Debatte. Nach eigenen Angaben seien im Zusammenhang mit der Diskussion anonyme Drohschreiben bei Mitgliedern eingegangen. Der Verband ruft zu einer sachlichen Auseinandersetzung auf.
Die BUND-Kreisgruppe Celle betont abschließend, dass sie sich weiterhin im Rahmen ihrer Möglichkeiten für Umwelt- und Naturschutzbelange im Landkreis einsetzen werde.
PR
Foto: Pixabay / Pexels
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