Mittwoch, 13. Mai 2026

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Fake-Artikel im Umlauf: Betrugsmasche nutzt bekannte Namen

Derzeit verbreiten sich im Internet erneut täuschend echt gestaltete Artikel, die als journalistische Berichte erscheinen, tatsächlich jedoch Teil betrügerischer Werbung sind. Auch Nutzerinnen und Nutzer in der Region Celle werden zunehmend mit entsprechenden Inhalten konfrontiert.

Auffällig sind reißerische Überschriften, die aktuelle politische Themen oder bekannte Persönlichkeiten aufgreifen. In einem aktuell kursierenden Beispiel wird mit der Schlagzeile „Politischer Skandal live im Fernsehen: Boris Pistorius deckt auf, was Annalena Baerbock jahrelang zu verbergen versuchte“ geworben. Der Beitrag erweckt dabei den Eindruck, von einem etablierten Nachrichtenmedium zu stammen.

Tatsächlich handelt es sich jedoch nicht um einen redaktionellen Artikel. Layout, Schriftbild und Bildsprache orientieren sich zwar an bekannten Medienformaten, die Inhalte sind jedoch frei erfunden. Auch die eingebundenen Bilder – unter anderem aus der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ – werden ohne Zusammenhang genutzt, um Aktualität und Glaubwürdigkeit vorzutäuschen.

Ein genauer Blick auf die Internetadresse zeigt Unstimmigkeiten: Statt einer bekannten Medien-Domain wird der Inhalt über unbekannte Adressen verbreitet, etwa mit ungewöhnlichen Endungen. Auch innerhalb der Texte führen Links nicht zu journalistischen Quellen, sondern zu externen Plattformen.

Ziel dieser Seiten ist es, Nutzerinnen und Nutzer auf vermeintliche Investmentangebote zu lenken. Häufig geht es dabei um angebliche Trading- oder Krypto-Plattformen, die mit künstlicher Intelligenz hohe Gewinne versprechen. Interessierte werden aufgefordert, ein erstes Guthaben – oft in Höhe von rund 250 Euro – einzuzahlen. In der Folge werden vermeintliche Gewinne angezeigt, um weiteres Kapital zu generieren. Teilweise werden Betroffene auch zu zusätzlichen Einzahlungen oder Krediten gedrängt.

Verbraucherschützer und Behörden warnen seit längerem vor dieser Masche. Die dargestellten Geschichten über Prominente und deren angebliche Einnahmequellen dienen ausschließlich als Köder. Ein tatsächlicher Bezug zu den genannten Personen besteht nicht.

Die aktuelle Welle zeigt, dass die Methoden der Täter weiterhin variieren. Mal werden Politikerinnen und Politiker genannt, mal bekannte Persönlichkeiten aus Medien oder Unterhaltung. Gemeinsam ist den Fällen, dass sie gezielt mit Aufmerksamkeit und Vertrauen arbeiten.

Nutzerinnen und Nutzer sollten daher aufmerksam bleiben, insbesondere bei ungewöhnlich formulierten Schlagzeilen und vermeintlichen Exklusivmeldungen. Ein kurzer Blick auf die Internetadresse sowie eine kritische Einordnung der Inhalte können helfen, betrügerische Angebote frühzeitig zu erkennen.

Redaktion
Celler Presse
Foto: Screenshot

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