Kundgebung gegen den Sozialabbau am Montag
Rund 100 Menschen folgten am Montag dem Aufruf zur Kundgebung „Es reicht! Das Leben bezahlbar machen“ auf dem Robert-Meyer-Platz in Celle. Unterstützt vom DGB, ver.di, der Stadtteilgewerkschaft der Solidarischen Initiative Neuenhäusen sowie weiteren sozialen, gewerkschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Initiativen machte Die Linke deutlich, dass der zunehmende Sozialabbau und die steigenden Lebenshaltungskosten auf wachsenden Widerstand stoßen. Die Kundgebung zeigte eindrucksvoll, dass die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen verbindet.




In den Redebeiträgen wurden die Auswirkungen der Krankenhausreform, drohende Kürzungen beim Wohngeld, die unzureichende Studienfinanzierung, die Rentenpolitik sowie die wachsende soziale Ungleichheit thematisiert. Zugleich wurde deutlich gemacht, dass die Finanzierung milliardenschwerer Aufrüstung nicht zulasten des Sozialstaates erfolgen darf.
Der Kreisvorsitzende der Linken Celle, Stephan Ohl, zog ein positives Fazit: „Diese Kundgebung war bunt, solidarisch und kämpferisch. Dass sich so viele Menschen und Initiativen gemeinsam auf den Weg gemacht haben, zeigt, dass der Widerstand gegen Sozialabbau längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Immer mehr Menschen erkennen, dass steigende Mieten, hohe Lebensmittelpreise, Kürzungen bei sozialen Leistungen und eine Politik der Umverteilung nach oben keine Naturgesetze sind, sondern politische Entscheidungen.“
Ohl betonte, dass die sozialen Fragen nicht getrennt voneinander betrachtet werden dürften: „Ob Krankenhäuser, Wohnen, Bildung oder Rente – überall erleben wir denselben politischen Kurs: Gespart wird bei den Menschen, während für andere politische Prioritäten Milliarden bereitstehen. Dem setzen wir Solidarität und den gemeinsamen Einsatz für einen starken Sozialstaat entgegen.“
Besonders erfreulich sei die große Bandbreite der Unterstützerinnen und Unterstützer gewesen. „Die Kundgebung hat gezeigt, dass Gewerkschaften, soziale Initiativen, Stadtteilarbeit, Friedensbewegung und viele engagierte Bürgerinnen und Bürger an einem Strang ziehen. Genau diese Bündnisse brauchen wir, wenn wir den sozialen Kahlschlag stoppen wollen.“
Für Die Linke sei die Kundgebung deshalb kein Abschluss, sondern ein Auftakt. „Wir werden gemeinsam mit unseren Bündnispartnern den Protest weiter auf die Straße tragen. Wer ein bezahlbares Leben, gute Gesundheitsversorgung, sichere Renten und eine gerechte Gesellschaft will, muss sich organisieren und einmischen. Die Resonanz auf dem Robert-Meyer-Platz macht Mut – und sie ist ein Auftrag, weiterzumachen.“
Stephan Ohl
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