Donnerstag, 8. Oktober 2026

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Witzig und tiefgründig – WARTEN AUF´N BUS feierte in der Halle 19 Premiere

„Warten auf´n Bus“ von Erfolgsautor Oliver Bukowski war ursprünglich eine erfolgreiche Comedyserie des rbb, und wurde für den Deutschen Fernsehpreis und den Grimme-Preis nominiert. Dass sich „Warten auf´n Bus“ hervorragend für die Theaterbühne eignet, hat die gelungene Bühnenfassung in der Halle 19 eindeutig bewiesen.         

Das Stück überzeugte durch die Darstellung der großartigen Charaktere und den erfrischend witzigen, aber auch nachdenklichen Dialogen in Berliner Mundart.

Ralf (Ralle), ehemaliger Ingenieur im Tagebau und Johannes (Hannes), ehemaliger Landschaftsarchitekt, sind beide unfreiwillig beschäftigungslos und laut Agentur für Arbeit als Ü-Fünfzigjährige schwer vermittelbar. Die beiden sind seit ihrer Kindheit eng befreundet und treffen sich jetzt täglich an einer abgeranzten Busendhaltestelle in der tiefsten Provinz irgendwo in Brandenburg.                  

Diese Bushaltestelle war für sie immer das Tor zur Welt „die verdammte Schnittstelle zwischen der Zivilisation und der absoluten Pampa“, als sie noch zur Arbeit oder sogar in den Urlaub fuhren.                  

Das Buswartehäuschen ist nun ihr Treffpunkt für offene Gespräche zu großen Themen, die unsere Gesellschaft aktuell beschäftigen, geworden. Direkt aber warmherzig werden Meinungen geäußert und über das Leben philosophiert. Es wird gescherzt, Dosenbier getrunken und auf bessere Zeiten gehofft.

Hannes und Ralle sind gemütliche und friedliebende Menschen, werden aber manchmal in ihrem Buswartehäuschen mit Absurditäten konfrontiert und von skurillen Typen überrascht. Diese Momente verdeutlichen die politische Situation und die Unzufriedenheit im Land.

Neuerdings kommt aber auch die Busfahrerin Kathrin vorbei, die an der Endhaltestelle pausiert und muntert die beiden mit ihrer forschen Art auf. Für Ralle und Hannes ist sie „oberste Liga, nischt für Sterbliche“ – aber auch Kathrin ist zur Zeit nicht wirklich glücklich.

Eines Tages überrascht sogar Ralles Mutter die Freunde mit Kuchen und Geschenken im Gepäck, Ralle hat Geburtstag. Das Buswartehäuschen wird von ihr unaufgefordert dekoriert und kurzfristig zur Kaffeetafel umgebaut.                                                                                                                                        

Das Stück endet mit einem gemütlichen Grillabend im Buswartehäuschen zu dem Kathrin eingeladen ist, und der Hoffnung auf ein glückliches und besseres Leben.

Dieser amüsante Theaterabend, der mit viel Humor und Herz inszeniert und dargestellt wurde, erntete begeisterten Applaus. Ein großer Theaterspaß, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Besetzung:

Ralf (Ralle) Paschke                            Philip Leenders

Johannes (Hannes) Ackermann       Dirk Böther

Kathrin, Ines, Nazibraut, Ruth          Verena Saake

Regie: Bernadette Heidegger

Editha Urich
Redaktion Celler Presse
Fotos: Marie Liebig

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