Königlicher Empfang für den 100.000. Besucher der Royals-Schau

CELLE. Damit hatten Johannes Bruchwitz aus Delmenhorst und sein Bruder Heiner Bruchwitz aus Nienburg nicht gerechnet, als sie ahnungslos ins Celler kamen, um dort die Ausstellung „Reif für die Insel“ anzuschauen. Unversehens wurden sie hochkarätig begrüßt und beglückwünscht. Johannes war seinem Bruder einen Schritt voraus, und schon war er der 100.000. Besucher der Ausstellung. Kein Geringerer als Georg I. alias Schauspieler Wilhelm Lielje sorgte für das royale Flair.

Gemeinsam mit Dr. Annette Schwandner, Ministerialdirigentin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Dr. Katja Lembke, Projektleiterin der Landesausstellung, und Dr. Jochen Meiners, Direktor des Residenzmuseums Celle, übergab König Georg I., dargestellt von Schauspieler Wilhelm Lilje, dem Jubiläumsgast einen Blumenstrauß und den umfangreichen Katalog zur Ausstellung. Johannes Bruchwitz und sein ebenfalls an der Geschichte des Deutschen Adels interessierter Bruder Heiner aus Nienburg hatten sich am Mittag in Celle getroffen, um gemeinsam die Ausstellung „Reif für die Insel“ anzuschauen. Nun wollen sie noch die Ausstellungen in Hannover besuchen. Ihre Verbindung nach Celle liegt lange zurück; einen gemeinsamen Besuch hatten sie sich schon länger vorgenommen. Heute haben sie einen Volltreffer gelandet: Nr. 100.000 und Nr. 99.999. Die Brüder waren völlig überrascht und fast sprachlos. „Das war eine tolle Sache“, sagte Johannes. Nun haben sie ihren Familien und Freunden viel zu berichten.

Die Projektleiterin Dr. Katja Lembke ist mit den aktuellen Besucherzahlen mehr als zufrieden: „Dass wir unser Ziel schon zur Halbzeit der Ausstellung erreicht haben, macht uns sehr stolz. Gemeinsam mit den vielen Institutionen und Partnern in ganz Niedersachsen machen wir eine zu Unrecht in Vergessenheit geratene Epoche wieder lebendig.“

Ursprünglich hatten sich die Macher der Landesausstellung diese Besucherzahl zum Ende Ausstellung erhofft. Doch nun konnte der 100.000. Besucher schon nach rund zwei Monaten Laufzeit begrüßt werden. An den fünf Standorten in Niedersachsen ist das Interesse an dem Thema ungebrochen. „Das ist ein ganz besonderer Tag für das Land Niedersachsen“, freut sich Dr. Annette Schwandner. „Wir sind überwältigt, wie gut das Thema Personalunion und die Ausstellungen bei den Menschen in unserem Land und darüber hinaus ankommen. Es zeigt, dass es uns gelungen ist, dieses wichtige Kapitel der deutsch-britischen Geschichte zeitgemäß zu präsentieren – nicht nur für Experten, sondern für eine breite Öffentlichkeit.“ Das Thema sei auch auf bundesweites Interesse gestoßen, so Dr. Annette Schwandner, so dass sich der Fokus auf das Land Niedersachsen richtete und eine Auseinandersetzung mit der Geschichte mit sich brachte. Damit sei eine große Identifikation mit dem Land erzeugt worden. Das Interesse für das Thema sei auch darauf zurück zu führen, dass „wir in einer Zeit leben, in der großes Interesse an Adel und Krone besteht“.

Besonders hervorzuheben sei, dass sich nicht nur die Museen das Thema zu eigen gemacht haben. Es gibt landesweit ein umfassendes Beiprogramm im Zeichen der Personalunion. So hat der Knabenchor Hannover die Krönungsmesse von Händel bereits in der Marktkirche in Hannover gesungen. Diese eindrucksvolle Darbietung steht den Cellern noch bevor. Am 13. September um 19:00 Uhr gastiert im Rahmen der 28. Niedersächsischen Musiktag der Knabenchor Hannover in der Celler Stadtkirche mit dem Händel-Werk. Die Oper „George“ wird im September im Schloss Herrenhausen Premiere haben. Auch in Celle ist eine Aufführung geplant.

Schirmherr der Ausstellungen vom 17. Mai bis zum 5. Oktober 2014 in fünf Museen und Schlössern in Hannover und Celle Ausstellungen mit verschiedenen Schwerpunkten zu der 123 Jahre langen Personalunion ist Prinz Charles. Im Landesmuseum Hannover sowie im Museum Schloss Herrenhausen finden die zentralen Ausstellungen statt. Im Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst wird die Historie satirisch beleuchtet, im Historischen Museum Hannover spielt u. a. die Kutsche von Georg II. eine Rolle, im Residenzmuseum im Celler Schloss liegt der Schwerpunkt in der Vorgeschichte zur Personalunion, zu der auch der Brauttausch gehört. Am Beispiel des Lebens von Kurfürstin Sophie von Hannover (1630 –1714) wird die historische Entwicklung hin zur Personalunion aufgezeigt. Nur weil Sophie Tochter einer englischen Prinzessin war und nur, weil die Engländer von keinem Katholiken regiert werden wollten, kamen die Welfen überhaupt für den Thron in Frage.

Die Niedersächsische Landesausstellung „Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714-1837“ ist noch bis zum 5. Oktober 2014 im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover, im Museum Schloss Herrenhausen, im Historischen Museum Hannover, im Wilhelm – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst sowie im Residenzmuseum im Celler Schloss zu sehen.

Im Rahmen der Landesausstellung findet das diesjährige Celler Schlossfest am 6. und 7. September 2014 unter britischem Vorzeichen steht. „Klassische“ englische Themen werden charmant präsentiert: Gartenkunst, Tea Time, englische Delikatessen und Gaumengenüsse, königliches Shopping, manch britisch Skurriles und Live-Musik – von Beatles-Evergreens über Klassiker des Rock‘n Roll, Blues, Swing und Pop bis hin zu klassischen Jagdhornklängen.

Weitere Informationen: www.royals-aus-hannover.de

Redaktion
Celler Presse

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