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“Sie haben zu jeder Zeit eine Richtschnur für das zukünftige Handeln geboten”

Okt 18, 2017

WIETZENBRUCH. Major Trier übergab gestern mit einem Apell in der Immelmann-Kaserne in Wietzenbruch das Kommando der 1. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffizieranwärterbataillon an Hauptmann Kleemann.

Die 1. Kompanie hat in diesem Jahr bereits einen Personalwechsel auf einer signifikanten Position erlebt. Vor kurzen hat Oberstleutnannt Silvio Mahn bereits den langjährigen Spieß, Oberstabsfeldwebel Vogel, in den Ruhestand verabschiedet. Der neue Kompaniefeldwebel, Oberstabsfeldwebel Hasselmann, hat nach Meinung von Mahn das Zepter bereits fest in der Hand und prägt das Unteroffizierkorps der Kompanie genauso wie die Lehrgangsteilnehmer. Sein Aufruf an die Truppe: „Unterstützen Sie alle den neuen Kompaniefeldwebel nach Kräften, so dass er sich tatsächlich in der Aufgabe als Spieß und Mutter der Kompanie entfalten und dem neuen Kompaniechef den Rücken frei halten kann. Wenn das innere Gefüge der Kompanie stimmt, kann sich auch der neue Kompaniechef auf den Kernauftrag, das heißt die Ausbildung der Feldwebel- und Unteroffizieranwärter, konzentrieren.“

Der zu verabschiedende Kompaniechef, Major Trier, hat bereits seit März die vorbereitende Ausbildungen für die Teilnahme am Generalstabslehrgang absolviert. Somit war eine Vertretung bis zum Dienstantritt des Neuen erforderlich. Oberleutnant Lawitzke hat diese Aufgabe trotz des zwischenzeitlichen Wechsels des Kompaniefeldwebels und der Vorbereitung der Kompanieübergabe bei laufendem Lehrgangsbetrieb in hervorragender Art und Weise bewältigt. Er sei zu Recht von Mahns Vorgänger gewürdigt worden.

„Ich fordere die neue Kompanieführungsgruppe der 1. Kompanie auf, schnell zu einem Team zusammen zu wachsen. Kommunikation untereinander und die Toleranz auch Fehler zu zulassen und anschließend die gemeinsame Lösungsfindung sind hier der Schlüssel zum Erfolg – neben den soldatischen Tugenden, wie Loyalität und Kameradschaft“, betonte Mahn.

Major Trier hat die 1. Kompanie als Chef in den vergangenen mehr als drei Jahren führen dürfen. Er hat gemeinsam mit der Einheit insgesamt 1.340 Lehrgangsteilnehmer von ihren teilweise ersten Schritten in den Streitkräften bis hin zur Qualifikation als Unteroffizier der Landstreitkräfte begleitet. Unter seiner Leitung hat die 1. Kompanie insgesamt sechs Truppenübungsplatzaufenthalte absolviert.

„Sie haben geführt und zukünftige Unterführer geformt. Gleichzeitig oblag Ihnen als Ausbildungsleiter auch die Weiterbildung Ihrer Zug- und Gruppenführer. Sie haben erkannt, dass nur fachlich qualifizierte und motivierte Ausbilder eine fundierte und erlebnisorientierte Ausbildung realisieren können. Dieser Aufgabe haben sich äußerst erfolgreich gewidmet“, lobte Mahn.

Eine besondere Herausforderung und gleichzeitig grundlegende Lageänderung ergab sich für die 1. Kompanie im September 2015 mit dem Auftrag, Flüchtlinge in der Kaserne aufzunehmen, war Trier gemeinsam mit dem Stammpersonal gefordert, um in der Liegenschaft ein integriertes Flüchtlingscamp zu betreiben und abzusichern.

Trier und sein Kompanie sahen sich somit im Urlaubszeitraum mit einer Belastung konfrontiert, die deutlich über das normale Maß hinausging. „Sie haben diesen ungewöhnlichen Auftrag gemeinsam mit Ihren Frauen und Männern erfolgreich gemeistert. Sie zeigten Führungsstärke, Ideenreichtum und Kreativität in der Umsetzung“, so der Lob von Mahn.

Ein weiteres Highlight war die Durchführung der Abschlussübung im Juli 2016, im Rahmen derer die Ausbildungsgruppen der 1. Kompanie mit den Transporthubschraubern NH 90 in den Operationsraum verlegten und im Folgenden die Übungsabschnitte absolvierten. Für die Lehrgangsteilnehmer wurde somit ein Stück Einsatzrealität dargestellt, die als Gefechtsbild in den Köpfen verankert bleibt.

Mahnwürdigte die hohe fachliche Kompetenz und Intellekt Triers, welche ihm die Möglichkeit gaben, Verbesserungsbedarf in der Kompanie rechtzeitig zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen zu reagieren. „Sie haben Ihrem unterstellten Bereich zu jeder Zeit eine Richtschnur für das zukünftige Handeln geboten.“

Aufgrund seiner besonderen dienstlichen Leistungen wurde Trier für die Teilnahme am Generalstabslehrgang national ausgewählt. Er wird sich in Kürze in Hamburg an der Führungsakademie dieser Ausbildung stellen. „Zweifelsohne wird Ihnen die Teilnahme Ihren Blick auf die strategische und operative Ebene signifikant erweitern. Die enge Zusammenarbeit mit den Lehrgangsteilnehmern der NATO-Partnerstaaten wird Ihren Blick auf die sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer globalisierten Welt schärfen“, ist sich Mahn sicher.

Redaktion
Celler Presse

 






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