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Transnationales Projekt zeigt, dass Zuwanderung auch positiv sein kann

Okt 24, 2017

EICKLINGEN. Der zweite Meilenstein im transnationalen Projekt „Time for interaction“ war die Konferenz zur beruflichen Integration von Geflüchteten. Anfang Oktober fand diese in Hestra in Südschweden statt. Mit dabei waren neben Teilnehmern aus Schweden und Österreich auch 25 Vertreter aus der LEADER-Region „Aller-Fuhse-Aue“.

Der Schwerpunkt lag in der Präsentation der Arbeitsmarktrahmenbedingungen in den drei Ländern, der Vorstellung von guten Praxisbeispielen und der anschließenden Diskussion, wie junge Geflüchtete, aber auch junge Einheimische am besten in den Arbeitsmarkt integriert werden können.

Den Einstieg gab Quang Evansluong, Lehrbeauftragter an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Bristol Business School der Universität des Westerns von England. Er promovierte über Unternehmertum an der Jönköping International Business School der Uni Jönköping in Schweden. Seine Forschungsinteressen konzentrieren sich auf das Unternehmertum von Einwanderern, soziale Integration und Vielfalt sowie nachhaltiger Unternehmergeist. Evansluong war an dem Projekt „Integrera Mera Jönköping“ beteiligt. Er fungierte als Berater zwischen Forschung und Praxis, um Praktiker und politische Entscheidungsträger bei der Bewältigung der sozialen Herausforderungen der Einwanderung bei der Integration von Einwanderern in den Arbeitsmarkt und die schwedische Gesellschaft zu unterstützen.

Während der Konferenz wurden verschiedene Beispiele präsentiert, die aufzeigten, wie Integration in Schweden funktioniert und betrieben wird. „Ung Drive“ beispielsweise ist ein Modell, in dem junge Menschen erfahren können, wie man sich mit einer Idee selbstständig machen kann. Im Rahmen eines Sommercamps werden die Schüler mit Unterstützung professioneller Mentoren bei der Umsetzung ihrer Idee unterstützt. Seit kurzem können auch junge Geflüchtete an diesem Workshop teilnehmen.

Beeindruckend für alle Teilnehmer war auch das Projekt „The Market Place“, welches auf die Gründung eines Restaurants in Form einer Markthalle durch geflüchtete Frauen zurückgeht. Diese kochen dort Gerichte aus ihrer Heimat und verkaufen sie.

Zusammenfassend konnte von den deutschen Teilnehmern bestätigt werden, dass man in Schweden anders mit dem Thema Integration umginge als in Deutschland. Die vorgestellten Projekte seien ein Schritt gewesen, um Europa positiv darzustellen und aufzuzeigen, dass Zuwanderung durchaus positive Seiten haben kann.

Der Abschluss des Projektes findet 2018 in Österreich statt, Deutschland war mit der LEADER Region „Aller-Fuhse-Aue“ der Auftakt für „Time for interaction“ im vergangenen Jahr.

Redaktion
Celler Presse






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