Landtagspräsidentin besucht Gedenkstätte Bergen-Belsen

BERGEN-BELSEN. Im Rahmen ihrer Sommerreise hat die Präsidentin des Niedersächsischen Landtages, Frau Dr. Gabriele Andretta, heute die Gedenkstätte Bergen-Belsen besucht. Beindruckt zeigte sich Landtagspräsidentin Andretta von der Sonderausstellung „Kinder im KZ Bergen-Belsen“, die noch bis Ende September präsentiert wird und anschließend durch Deutschland und die Schweiz wandern wird.

Landtagspräsidentin Frau Dr. Gabriele Andretta und der Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Dr. Jens-Christian Wagner, in der Ausstellung „Kinder im KZ Bergen-Belsen“

Geschäftsführer Wagner erläuterte in der Ausstellung das Konzept, den Erfahrungen der Opfer breiten Raum zu geben, zugleich aber die Gesellschaftsgeschichte des Nationalsozialismus als Kontext zu betonen: „Gerade in der Frage, wie die von den Nazis propagierte ‚Volksgemeinschaft‘ als radikal rassistische Gesellschaft formiert wurde und warum so viele Deutsche bereitwillig mitmachten, bietet Aktualitätsbezüge jenseits falscher historischer Analogien“, erklärte er. Aktualitätsbezüge ließen sich darüber hinaus auch beim Blick auf die Geschichte des Displaced Persons Camp in der benachbarten Kaserne Bergen-Hohne herstellen, in der 1945 bis 1950 zehntausende KZ-Überlebende auf die Auswanderung in Staaten warteten, die ihre Grenzen dicht gemacht hatten.

Landtagspräsidentin Andretta begrüßte das Vorhaben der Gedenkstätte, künftig auch ein original erhaltenes Gebäude in der heutigen Niedersachsen-Kaserne für die Bildungsarbeit zu nutzen, ausdrücklich. „Mit der Ausweitung der Gedenkstättenarbeit auf die Kaserne bekommen die Besucher die Gelegenheit, sich am historischen Ort mit der Vorbereitung des Raub- und Vernichtungskrieges in den 1930er Jahren und seinen Folgen nach 1945 auseinanderzusetzen.“, meinte sie. „Auch damit kann der politik- und gesellschaftsgeschichtliche Kontext der NS-Verbrechen intensiv vermittelt werden.“

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