Rat verschiebt Entscheidung zur zeitlichen Regelung der Außengastronomie – Irritation inbegriffen

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CELLE. Was im Vorfeld wie ein Selbstläufer aussah, entpuppte sich in der Ratssitzung als Problemfall. Zuvor im Verwaltungsausschuss abgenickt, kamen im Rat Bedenken auf. In der kontroversen Diskussion wurde einerseits die Ausweitung der Sperrzeit von 22 auf 23 Uhr auch auf die Außenbezirke kritisiert, aber auch die Verfahrensweise, da zu dem Thema weder der Wirtschaftsausschuss noch die Ortsräte der Außenbezirke eingebunden waren.

So bat Udo Hörstmann (Unabhängige) vor, diesen Punkt der Tagesordnung erst wieder dem Rat vorzulegen, wenn der Wirtschaftsausschuss dazu getagt hat. Bernd Zobel (Grüne) zeichnete das Szenario: Erst Sitzung des Wirtschaftsausschusses mit Ortsräten und dann Sondersitzung des Rates. Allen Bedenken zum Trotz stellte der Ratsvorsitzende Joachim Falkenhagen den Beschluss zur Abstimmung, der eine generelle Ausweitung der Sperrzeit auf 23 Uhr auch auf die Außenbezirke beinhaltete. Dabei gab es zwar eine knappe Mehrheit, brachte aber die Gegner auf die Palme, zumal sich Irritation breitgemacht hatte. Udo Hörstmann bestand auf seiner Einlassung, die Entscheidung zu verschieben und musste sich belehren lassen, dass eine Bitte kein Antrag ist. Dazu wurde sogar die Tonaufnahme abgehört. Falkenhagen: „Ich habe das Wort Antrag nicht gehört.“ Hörstmann: „Ich habe das als Antrag gemeint.“ Falkenhagen rief die Fraktionsvorsitzenden zu sich, um die weitere Verfahrensweise zu klären. Man einigte sich auf Neustart zu dem Punkt……und es ging von vorne los. Bis Oberbürgermeister Jörg Nigge die Diskussion beendete und die Vertagung verkündete.

Redaktion
Celler Presse

Fotos: Celler Presse





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