Zeitgeschichtliches Gebäudeensemble in modernem Gewand – Hochhaus an der Mühlenstraße im Zeit- und Kostenrahmen energetisch saniert

CELLE. Am 12. Dezember 2018 hat der Leitende Baudirektor Michael Brassel den sanierten Hochhaustrakt des Oberlandesgerichts Celle an der Mühlenstrasse in Gegenwart von Vertretern des Justizministeriums, des staatlichen Baumanagements Lüneburger Heide sowie der Planungsgemeinschaft Simon und Simon aus Celle der Präsidentin des Oberlandesgerichts Stefanie Otte übergeben.

Ausbautechnischer Sicht war das 1961 errichtete Hochhausgebäude seinerzeit ein selbstbewusster Ausdruck der neu aufgebauten Justiz des damals noch jungen Landes Niedersachsen. Das ursprüngliche Erscheinungsbild, das u. a. durchfeingegliederte Fensterbänder gekennzeichnet war, wurde allerdings in den 1980er Jahren durch die Verkleidung mit braunen Blechtafeln überdeckt.

Nach über 50jähriger Nutzung erwies sich nicht nur die Gebäudefassade aus energetischen Gesichtspunkten als dringend sanierungsbedürftig. Auch die Fenster waren undicht geworden und besaßen keinen erforderlichen Sonnenschutz. Insgesamt genügte das Hochhausgebäude nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen effizienten Wärmeschutz. Durch das bestehende Sanierungserfordernis ergab sich zugleich die Gelegenheit, dem Gebäude den bei seiner Errichtung geprägten selbstbewussten und qualitativ anspruchsvollen Ausdruck zurückzugeben. In Anlehnung an das Original haben deshalb die Fensterbrüstungen blaugraue kleinformatige Fassadenfliesen erhalten und werden der Gebäudesockel sowie das Treppenhaus wieder mit einem dunklen Naturstein bekleidet.

Stefanie Otte dankte dem Baumanagement ausdrücklich für die hervorragende Unterstützung bei den Vorbereitungen und der Durchführung der Sanierungsarbeiten, die nicht nur im Zeitplan, sondern auch im vorgegebenen Kostenrahmen abgeschlossen wurden. Ganz besonders freue sie sich darüber, so erklärte die OLG-Präsidentin weiter, dassalle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Oberlandesgerichts nun wieder unter einem Dach arbeiten. Während der Baumaßnahme waren die Arbeitsplätze von etwa 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Oberlandesgerichts für die Dauer eines Jahres in zwei Nebenstellen im Celler Stadtgebiet ausgelagert, was nebenlogistischem Mehraufwand zur Gewährleistung eines reibungslosen Geschäftsbetriebes auch erhebliche Belastungen für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutete. „Die räumliche Trennung hat allen Kolleginnen und Kollegen viel Geduld und Flexibilität abverlangt“, sagte OLG-PräsidentinOtte, „dafür und für den persönlichen Einsatz danke ich der gesamten Belegschaft des Oberlandesgerichts“.

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