„He, euch ist ein Kind geboren“ – den Sinn der Weihnachtsgeschichte auf den Punkt gebracht

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CELLE. Diese ungewöhnliche Weihnachts-Geschichte, die amüsiert und zu Tränen rührt, ist seit über 30 Jahren ein unverzichtbarer „Kult“ und gehört mittlerweile zu Weihnachten wie „Dinner for one“ zu Silvester. Die Herdmann-Kinder – da ist sich der ganze Stadtteil einig – sind die schlimmsten Kinder aller Zeiten: Sie lügen, rauchen Zigarren, legen Feuer, verprügeln sich und andere Kinder, bringen die Nachbarn zur Verzweiflung und können ein Klassenzimmer mit Hilfe ihrer Monsterkatze in der Rekordzeit von drei Minuten völlig leer fegen.

Und ausgerechnet diese Horde, die schlimmste Heimsuchung seit Menschengedenken – mischt die Vorweihnachts-Verschnarchtheit einer Kleinstadt auf: Sie beschließen, am Krippenspiel teilzunehmen. Sie pressen den andern Kindern sämtliche Hauptrollen ab und die schlimmste von allen – Hedwig (He, euch ist ein Kind geboren) – übernimmt die Rolle von Maria. Natürlich erwartet jeder das übelste Krippenspiel aller Zeiten, aber letztlich kommt alles ganz anders …

Anke Engelsmann, Gründungsmitglied der Bremer Shakespeare Company und des TAB (Theater aus Bremen), war jahrelang Stammgast der sonntäglichen Veranstaltungsreihe „Teatime – Texte & Törtchen“ des Kino achtenhalbs in KUNST & Bühne – sie gastierte nicht nur mit den Herdmanns, aber stets vor restlos ausverkauftem Haus. Das Publikum drängelte sich Jahr für Jahr zur fast schon traditionellen szenischen Weihnachtslesung „Hilfe, die Herdmanns kommen“. Von 2001 bis 2006 las Engelsmann jedes Jahr zu Weihnachten die Herdmanns – und Engelsmann und die Herdmans verstanden es, den Kern von Weihnachten auf spielerische Weise auf den Punkt zu bringen. Engelsmann wurde dann von Claus Peymann fürs Berliner Ensemble (BE) engagiert und war dort die letzten Jahre das Ensemblemitglied mit den meisten Vorstellungen – so dass Peymann nicht mehr bereit war, sie für Celle freizustellen. Jetzt hat Engelsmann endlich wieder den Freiraum für einen Besuch in Celle.

Stefan Eichardt vom achteinhalb sagt:
„Für mich ist das Weihnachten – Weihnachten auf den Punkt gebracht, so dass auch ich was mit Weihnachten anfangen kann. Ich komme jedesmal aus dem Lachen nicht raus und am Ende bekomme ich vor Rührung feuchte Augen. Und es erging bisher wohl jedem so. Nicht wenige haben sich damals Ankes Herdmanns jedes Jahr „gegönnt“. Diese szenische Lesung ist für Jung (ab 8 Jahre) und Alt – und selbst die Jüngsten haben damals gebannt bis zum Schluss ausgeharrt. Nehmen Sie alle Kinder mit, die sie greifen können. Sie bereiten sich und denen – versprochen – eine immense wie nachhaltige Freude.“

Samstag, den 22. Dezember, um 20 Uhr
Am Sonntag, den 23. Dezember, um 16 Uhr zur Teatime mit Begrüßungstee und selbstgebackenem Kuchen (Karten möglichst reservieren)
Ort: KUNST & BÜHNE
Veranstalter: achteinhalb – Kino & Kultur e.V.
Einlass: einer Stunde vorher
Eintritt: 15,- Euro
Schüler: 10,- Euro
Reservierung über die Webseite des achteinhalb oder per Email an kontakt@kino-achteinhalb.de
www.kino-achteinhalb.de

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