Bürgerinitiative BauhausSchauhaus: „Celle kann mehr – Celle kann auch Bauhaus“

CELLE. „Wir müssen es schaffen, das Projekt ‚Rektorenhaus‘ als Begrüßungshaus fertigzustellen“, so Dr. Wulf Haack, Sprecher der Bürgerinitiative BauhausSchauhaus. „Wir möchten etwas bieten, was andere nicht haben.“ Zum 100-jährigen Jubiläum der Bauhaus-Architektur will die Initiative in Celle mit neun Objekten des Architekten Otto Haesler punkten und Touristen nach Celle holen. Begrüßt sollen sie dann im Rektorenhaus an der Altstädter Schule werden. Der Plan ist, das Rektorenhaus in den authentischen Zustand der 1920er zu versetzen – von der Raumaufteilung, farblicher Gestaltung und Ausstattung. Und die Altstädter Schule selbst, so Haack, habe Potenzial für das Weltkulturerbe.

Außenansicht des Rektorenhauses wie es mal aussehen soll
Das Treppenhaus im Rektorenhaus

Die Bauhausarchitektur ist als hoch attraktives Reiseziel ein zentraler Baustein für die Neuausrichtung der Celler Tourismuswirtschaft. Als „Stadt zwischen Fachwerk und Bauhaus“ wäre Celle weit und breit konkurrenzlos. Das betonte Wulf Haack in seinem ersten Zwischenbericht der Initiative „BauhausSchauhaus“. Diese Bürgerinitiative will das neben der Altstädter Schule, Sägemühlenstraße, gelegene Rektorenhaus in der Farbigkeit der Entstehungsjahre im Äußeren und Inneren wiederherstellen und im Wohnstil der Bauhauszeit einrichten. In ersten Bauabschnitt sollen das Herrenzimmer und das Treppenhaus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die dafür erforderlichen 50.000 € kann die Stadt aufgrund der finanziellen Lage nicht aufbringen. Ohne die Spenden aus der Bevölkerung ist daher das Ziel nicht zu erreichen, den Tourismussektor in Celle als Arbeitgeber nachhaltig über das Jahr 2019 hinaus zu stärken, betonte Wulf Haack und appelliert an die Bürgerschaft, die im Bauhausjahr 2019 einmalige Chance Realität werden zu lassen. Den Spendern wird auf Wunsch von der Haesler Stiftung eine Spendenbescheinigung ausgestellt. (Kontoinhaber Otto Haesler Stiftung Konto Nr. DE11 2575 0001 0091 9466 08 Verwendungszweck „Freundeskreis Rektorenhaus“). In den folgenden Jahren sollen dann Schritt für Schritt die Küche, das Wohn-, Ess-, Schlaf- Kinder- und Mädchenzimmer, der Keller und das Badezimmer eingerichtet werden. Die dafür notwendige Einrichtung aus den 20er Jahren ist bereits vorhanden. Sie stammt aus Celler Familienbesitz, dem Privatbesitz von Otto Haesler und aus einer umfangreichen Privatsammlung.

Der Tourismus ist für Celle mit Abstand der größte Arbeitgeber. Noch vor 30 Jahren war die Stadt als das „Rothenburg des Nordens“ die unangefochtene Nr. 1 unter den Fachwerkstädten. In den letzten Jahren sind mit Quedlinburg (Weltkulturerbe) und dem Harzstädtchen Wernigerode attraktive Reiseziele entstanden, mit denen sich Celle im Wettbewerb um die Fachwerktouristen messen muss. Das Celler Angebot für Touristen muss daher deutlich breiter aufgestellt werden. Nur so können die Arbeitsplätze in der Stadt und im Landkreis im Tourismusbereich gesichert werden, in den Hotels und Gaststätten, Restaurants und im Einzelhandel.

Wulf Haack präsentiert das Vorhaben Rektorenhaus
Mitglieder der Initiative vlnr. Roger Scherer, Pütten Klatt und Wulf Haack

Das Rektorenhaus wird als „BauhausSchauhaus: Otto Haesler“ im Äußeren und Inneren in der Bauhausszene konkurrenzlos sein und daher zum Muss für alle Bauhaustouristen werden, aber auch für Architekten und Studenten. Nach derzeitiger Planung werden ab 13.Juni 2019, dem Geburtstag von Otto Haesler, das Treppenhaus und das ehemalige Herrenzimmer in Farbe und Einrichtung zu besichtigen sein. Haack: Hier wird ein erster Blick in ein Arbeitszimmer der zwanziger Jahre möglicht, mit einem Schreibtisch aus dem Umfeld von Walter Gropius. Aber auch das weithin unbekannte Treppenhaus ist ein atemberaubendes Werk von Otto Haesler, mit der meisterhaft die farbliche Gestaltung und Architektur mit der Aussenfassade/Aussenarchitektur in Einklang gebracht worden ist. Das zeigt ein Meisterfoto des Celler Fotografen Ingo Misiak. Dazu der Celler Kulturpreisträger Pütten Klatt: „Es ist ein Foto mit meisterhafter Komposition und eine ungewöhnliche Aufsicht mit ganz besonderer Perspektive.“

Doch „ohne Moos nix los“. Realsiert kann das Projekt nur werden, wenn das Geld zur Verfügung steht. Deshalb sind die Initiatoren auf Spenden angewiesen. Einen Vorstoß machte bei der Präsentation des ehrgeizigen Vorhabens Roger Scherer von der Firma Dettmer und Müller, selbst auch in der Initiative aktiv, indem er eine Spendenbetrag von 3.000 € zusagte.

PR/Redaktion
Celler Presse

Fotos: 1-2 Photo Professional, 4-5 Celler-Presse.de

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