Verband Niedersächsischer Lehrkräfte zur Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen zur Gewalt an Schulen

Verband Niedersächsischer Lehrkräfte zur Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen zur Gewalt an Schulen

2. April 2019 Aus Von Celler Presse

NIEDERSACHSEN. Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte – VNL/VDR sieht in der Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen zur Gewalt an Schulen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Schule ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Dabei decken sich die Studienergebnisse durchaus mit denen aus der Schulpraxis.

„Unsere Schulen reagieren mit großem Engagement auf diese Entwicklung. Sofort bei Bekanntwerden von Gewalttaten wird konsequent dagegen eingeschritten, soziales Lernen wird, wenn notwendig, ständig eingeübt. Dabei werden unsere Lehrkräfte durch die Schulsozialarbeit und außerschulische Kooperationspartner unterstützt. Die Studie bestätigt uns in der Auffassung, dass Schule alleine dem nicht entgegentreten kann. Hier sind neben der Schule alle gesellschaftlichen Kräfte, zu allererst die Eltern, gefordert“, so Torsten Neumann, VNL/VDR-Landesvorsitzender.

Es verwundert den VNL/VDR nicht, dass die neue Form von Gewalt, das Cyber-Mobbing, ständig steigt. Die enorme Verbreitung und intensive Nutzung der sozialen Medien bedeutet gerade für junge Menschen eine enorme Herausforderung. Die Schulen leisten einen erheblichen Beitrag zur Bewältigung der Probleme, können jedoch mit der rasanten Entwicklung nicht immer mithalten. Im Unterricht wird deshalb gerade auch mit außerschulischen Partnern verantwortungsvolles Handeln vermittelt.

Neumann abschließend: „Unsere Schulen engagieren sich ständig gegen jede Form von Gewalt. Der sich immer weiter verschärfende Lehrermangel erschwert die Arbeit enorm. Dabei benötigen die Schulen dringend weitere Unterstützung. Die Schulsozialarbeit ist im Kampf gegen Gewalt eine sehr wichtige Stütze, die dringend weiter ausgebaut werden muss. Die größte Hilfe ist aber zweifelsfrei die Unterstützung durch das Elternhaus, und zwar von Beginn an und nicht erst, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.“

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