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Rathsmühle in Celle: FDP erinnert an eine historische Entscheidung

  • Celle

CELLE. Vor 10 Jahren hat der Rat den Ankauf des Gebäudes der Rathsmühle vom Land Niedersachsen beschlossen. Der FDP Fraktionsvorsitzende Joachim Falkenhagen hat an den Entscheidungen im Jahr 2009 mitgewirkt, für seine Fraktion vor dem Ankauf gewarnt und ihm nicht zugestimmt. Seine Empfehlung, das Gebäude durch die Stadtwerke Celle ankaufen zu lassen „um ihr Betätigungsfeld zu erweitern“, wurde nicht für realisierbar gehalten.

Zum bevorstehenden zehnjährigen* „Jubiläum“ des Ankaufs erinnert er daran, dass alleine der Ankauf nach Auskunft der Verwaltung etwa 2,6 Mio. Euro gekostet hat. Mögliche Umnutzungen hätten nach Auskunft der Verwaltung 2016 Kosten von bis zu 9 Mio. Euro erfordert und die Instandsetzung der Turbinenanlage erforderte weitere 600 Tsd. Euro.

„In den hinter uns liegenden Jahren hat uns dieses Gebäude nur Geld gekostet. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist in einem traurigen Zustand, die besondere stadtbildprägende Funktion am Neumarkt und am Eingang zur Allerinsel wird zunehmend durch den schlechten Allgemeinzustand getrübt“, meint Falkenhagen und ergänzt „Allein die mit viel Aufwand renovierten Turbinen zur Erzeugung von Strom mit Wasserkraft tragen etwas zur Minderung der Unterhaltungskosten bei. Aber ob sich diese Investitionen tatsächlich rechnen, erscheint mir fraglich“, so Falkenhagen.

Für den Freien Demokraten stellt sich der Ankauf des Komplexes durch die Stadt als „historische Fehlentscheidung“ dar. „Hätten wir nicht gekauft, wäre das klüger gewesen, weil das Land dann für Pflege und Unterhaltung verantwortlich gewesen wäre. Der Fehler war, dass die Anlage ohne jegliche tragbare Nutzungsüberlegungen und ohne Kostenfolgenabschätzung gekauft worden ist“, meint Falkenhagen.

„Wenn sich ein Interessent nicht findet, dann muss über Kurz oder Lang in das Gebäude investiert werden um es nicht verkommen zu lassen. Zumindest Fenster und Außenhaut müssten erneuert werden – und das kostet wieder viel Geld. Geld, das wir nicht haben“, erklärt Falkenhagen resignierend, der darauf hinweist, dass OB Dr. Nigge für eine weitere Altlast der Stadt, das Gebäude der „Goldenen Sonne“ in der Schuhstraße, einen Investor gefunden hat. „Es wäre großartig, wenn er auch für diese Altlast eine Lösung finden würde“, schließt Falkenhagen.

PR

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