Internationale Konferenz und Ausstellung für Tiefbohrtechnologie – Thema ist auch Geothermie

CELLE. Mit mehr als 280 Teilnehmern aus 18 Nationen findet zum neunten Mal in Folge die Celle-Drilling Konferenz in der Congress Union statt. Zwei Tage lang tauschen sich Experten über technologische Entwicklungen und Trends in der Tiefbohrbranche aus. Die diesjährige Konferenz steht unter dem Motto „Drilling in a Digital World“. Mit diesem Themenschwerpunkt nehmen die Organisatoren den aktuellen Trend in der Wirtschaft zur zunehmenden Digitalisierung von Produktionsabläufen und Geschäftsprozessen auf. Die Veranstaltung wurde initiiert vom Verein GenoEnergy Celle e. V.. Das Organisations Team besteht aus Thor Noevig, Wolfgang Geannt, Rainer Krispin und Ulrike Gieseke. Das Program Committee besteht aus 21 Personen mit der Chairwoman Anne Bartetzko an der Spitze. An zwei Tagen geht es in der Congress Union sowohl im Großen Saal als auch im Europa Saal um Bohrtechnologie.

v.l. Rainer Krispin, Ulrike Gieseke, Thor Noevig (alle Verein GeoEnergy), Joachim Oppelt (Leiter Drilling Simulator), Anne Bartetzko (Baker Hughes a GE Company und Chairwoman für die Drilling Conference) und Wolfgang Genannt vom Verein GeoEnergy

In der Bohrindustrie geht es dabei darum, die am Bohrloch gewonnen Daten schneller und effizienter mit den Serviceabteilungen zu vernetzen und auszuwerten. Durch Digitalisierungsprozesse wird sich künftig die Anzahl der Mitarbeiter am Bohrplatz reduzieren lassen. Stattdessen werden in Zukunft zunehmend Arbeiten wirtschaftlich und gefahrlos aus den Büros gesteuert werden können.

Die Veranstaltung am 10. und 11. September 2019 nimmt aber auch derzeitige politische Themenstellungen auf. So beschäftigen sich die Teilnehmer mit der Frage, wie die Branche zur Energiewende beitragen kann. Ein Vortragsbereich wird deshalb zum Thema „Tiefe Geothermie“ durchgeführt. Der Großteil des deutschen und internationalen Energieverbrauchs wird den Wärmebedarf gedeckt. Die Förderung von Erdwärme gerade aus den tiefen Erdschichten bietet hier ein enormes Potential für eine emissionsfreie, umweltfreundliche und nachhaltige Energieversorgung. Allerdings steht der Energieträger Erdwärme wirtschaftlich noch in zu starker Konkurrenz zu den fossilen Energieträgern. So ist es kein Wunder, dass der Klimaschutz in der Bohrindustrie eine große Rolle spielt.

Da die Branche über exzellentes Know-how in der Erstellung von Explorations- und Produktionsbohrungen verfügt, können die Erfahrungen aus der Erdöl- und Erdgasindustrie in die Geothermie übertragen werden. Auf der Celle Drilling wird diskutiert, wie Geothermie- Bohrungen technisch noch besser planbar und noch wirtschaftlicher durchgeführt werden können. Und damit ihren Beitrag zur Energiewende leisten. Zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit von Projekten spielt wiederum die Digitalisierung der Branche eine nicht unerhebliche Rolle.
Innovativer Bohrtechnologien werden auch im ortsansässigen Forschungszentrum „Drilling Simulator Celle“ als Außenstelle der Technischen Universität Clausthal erforscht und entwickelt. Im Rahmen einer Exkursion besteht am zweiten Konferenztag die Möglichkeit, sich über die technische Ausstattung und überlaufende Projekte der Forschungsanlage zu informieren.

Die zunehmende internationale Bedeutung der Konferenz und des Standortes Celle wird durch die Vielzahl ausländischer Besucher insbesondere aus England, Russland, Norwegen, den Niederlanden sowie den USA deutlich. Zu Gast ist in diesem Jahr eine 18-köpfige russische Delegation, die sich gezielt über ausgewählte Themen informieren und austauschen möchte. Im vergangenen Jahr waren es lediglich zehn russische Teilnehmer.

Vom GeoEnergy Celle e.V. ins Leben gerufen, hat sich die Konferenz in der Branche fest etabliert. Im jährlichen Turnus werden Forschungsergebnisse aus der Wissenschaft und Projekte aus der Praxis präsentiert und diskutiert. Die „Celle Drilling 2019“ wird ergänzt durch eine begleitende Ausstellung von 16 beteiligten Unternehmen.

PR/Redaktion
Celler Presse
Foto: Celler-Presse.de

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