Kinderrechtefest: UNICEF und Kinderschutzbund setzen sich für die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz ein

CELLE. „Kindheit braucht Raum, braucht Schutzräume und Förderräume, es braucht offene Räume, in denen Kinder und Jugendliche sich beteiligen können. Ein offener Raum soll auch dieser Platz als Platz der Kinderrechte für die nächsten Stunden sein und ab jetzt sollen hier die Kinder im Mittelpunkt stehen“, so der 1. Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes e. V. Celle, Bernd Menzel, anlässlich des Kinderrechtefestes auf dem Brandplatz. So wurde dann der Brandplatz kurzerhand in „Platz der Kinderrechte“ umbenannt.

Auf dem Bandplatz – sorry, Platz der Kinderrechte – herrschte am Samstag ein reges Treiben, hatten sich doch zahlreiche Kinder und Eltern dort eingefunden. Die Chöre der Grundschulen Hehlentor und Nadelberg sorgten für die musikalische Untermalung der Veranstaltung, die der Kinderschutzbund initiiert hatte. Weitere Beteiligte waren, die sich mit Ständen präsentierten, um ihr Anliegen zu verdeutlichen: UNICEF, Der Paritätische Celle, Brennessel, SchutzCelle, Soroptimist, die Kitas KiWi Wietzenruch, Waldweg, Pusteblume und Spunk.

Die 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedete Kinderrechtskonvention garantiert jedem Kind auf der Welt das Recht auf Schutz, Förderung und Beteiligung. Auch 30 Jahre später werden Kindern immer noch viel zu oft ihre Rechte verwehrt. In Deutschland setzen sich u.a. UNICEF und der Kinderschutzbund seit langen dafür ein, dass die Kinderrechte endlich ins Grundgesetz aufgenommen werden.

Bernd Menzel: „Und wenn wir den Signalen aus Berlin Glauben schenken, steht dieser überfällige Schritt kurz bevor. Aber selbst dann, wenn dieser Schritt vollzogen ist, wenn Kinder in unserem Land als eigenständige Rechtssubjekte mit besonderen Schutzrechten anerkannt sind, gilt es immer wieder auf die Bedeutung der Kinderrechte hinzuweisen. Und dies auf allen Ebenen, nicht zuletzt auf der lokalen Ebene, dort, wo sich die Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen befinden, dort , wo auch die Verstöße gegen die Kinderrechte am ehesten spürbar werden.

Auf die Kinderrechte aufmerksam machen wollen wir auch mit diesem Fest und wollen wir auch damit erreichen, dass wir für die Zeit des Festes diesen Platz zum Platz der Kinderrechte machen. Den ersten Platz der Kinderrechte gibt es in Deutschland übrigens seit 2017 in Höhr-Grenzhausen und wir finden, solche Plätze sollte es an vielen Orten geben. Und auch Celle würde ein Platz der Kinderrechte gut zu Gesicht stehen. Über diesen Tag, über dieses Fest hinaus möchten wir die teilnehmenden Institutionen und andere Interessierte, die mit und für Kinder und Jugendliche arbeiten, zur Gründung eines Celler Netzwerks für Kinderrechte aufrufen. Ziel: als Aktionsbündnis die Kenntnis der Kinderrechte verbreiten, in erster Linie natürlich bei den Inhabern der Rechte, den Kindern und Jugendlichen, denn was nutzen einem Rechte, die man nicht kennt. Aber auch Aufklärung leisten bei den Eltern und Bezugspersonen.

Die Achtung der Kinderrechte fördern im Alltag, in den Lebenswelten, also in der Familie, den Kitas, den Schulen, Einrichtungen und Vereinen, im öffentlichen Raum ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wer dieses Vorhaben hier in Celle unterstützen will, den laden wir zur Beteiligung ein.“

PR/Redaktion
Celler Presse
Fotos: www.Celler-Presse.de

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