FDP lud zur Klimaschutzdebatte – „Viele Vorschläge ideologisch getrieben“

CELLE. Pariser Klimaabkommen, CO2Steuer, Zertifikatehandel. Im Alltag laufen einem diese Begriffe immer wieder über den Weg, aber was bedeuten sie letztendlich genau und was sind die richtigen Instrumente, um dem Klimawandel zu begegnen? Um unseriöse Quellen zu entlarven und alle auf den gleichen Kenntnisstand zu bringen, lud der FDP Ortsverband Celle zur Klimaschutzdebatte in den Schaperkrug ein. Zu Gast waren neben Jörg Bode, MdL, auch Christian Dürr, MdB.

In seiner Begrüßungsrede machte der Vorsitzende der Celler FDP, Björn Espe, noch mal deutlich, dass viele Vorschläge der letzten Monate ausschließlich ideologisch getrieben seien und weit an der Realität vorbei gingen.

Auch Jörg Bode verwies darauf, dass die Klimafolgenbewältigung eine Daueraufgabe ist. „Die Weltbevölkerung wird immer größer und natürlich haben auch die unterentwickelten Länder ein Anrecht auf Wohlstand, der zurzeit mit mehr Ausstoß von CO2 einhergeht. Deswegen sollte es umso mehr die Aufgabe der Industrienationen sein, sich für intelligente Lösungen zur Einsparung einzusetzen.“ Die vielen Verbote und Steuern, die die Grünen immer fordern, machte Christian Dürr an einem plastischen Beispiel deutlich. „Wenn Sie die Überfischung stoppen wollen, hilft es ihnen ja auch nicht, den einzelnen Fisch teurer zu machen, denn die, die es sich leisten können, werden ihn trotzdem weiter kaufen. Vielmehr muss man sich der Frage widmen, wie die Bestände wieder aufgestockt werden können, um das grundsätzliche Problem zu lösen.“

„Die Populisten von Links wie Rechts ködern die Menschen mit leichten Antworten“, fuhr er weiter fort. „Die Wahrheit ist, dass das Thema viel zu komplex ist, um alles mit einfachen Sätzen beantworten zu können. Klar sind aber ein paar Dinge und dafür steht die FDP: Der Kohleausstieg als solches, spart kein bisschen CO2 ein. Erst recht nicht, wenn wir den Strom dann aus den Kohlekraftwerken in Polen, oder Tschechien importieren. Deutschland hat eine der effektivsten Landwirtschaften der Welt, die durch die Digitalisierung immer effizienter wird und dadurch weniger Ressourcen verbraucht. Die nationalen Alleingänge, die nur zur Verteuerung der Preise in Deutschland, aber zu keiner Lösung der Probleme beitragen, müssen aufhören. Stattdessen müssen wir weiter auf Innovationen und Technik setzen.“

„Wenn wir uns mal angucken, wie Deutschland die Solarenergie gefördert hat und damit ein immenser Preistreiber war, von dem inzwischen nur noch die von staatlicher Seite hoch-subventionierten chinesischen Firmen profitieren, dann fällt am Ende des Tages auf, dass uns dies beim Thema Klimaschutz keinen Schritt voran gebracht hat“, schloss sich Espe in seinem Schlusskommentar seinem Vorredner an, damit sollte alle Kraft auf internationale Lösungen konzentriert werden, anstatt auf ineffektive nationale Maßnahmen zu bauen.

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Fotos: privat

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