Feierlaune im Feuerschein bei der vhs Celle – Einen gelungenen Auftakt der „1. Langen Nacht der Volkshochschulen“ erlebten die Besucher

CELLE. Entspannte Lounge-Musik, plaudernde Menschen und in eine Vielzahl an Unterhaltungspunkten – in relaxter Atmosphäre hat die vhs Celle am Freitag einen der letzten schönen Sommerabende genutzt, um die „1. Lange Nacht der Volkshochschule“ zu feiern. Zahlreiche Freunde der vhs genossen unter einem Zelt im Innenhof das Lounge-Feeling bei Cocktails und Snacks und an den brennenden Feuerkörben.

In den Räumen rund um den Hof wartete ein unterhaltsames Programm auf die Besucher, auf das am Vormittag bereits NDR 1 Niedersachsen im Radio hingewiesen hatte. Zur Begrüßung stellten die Mitarbeitenden der Volkshochschule ihren vhs-Song vor, der im vergangenen Jahr zum 70. Geburtstag entstanden war. Er wird in den nächsten Tagen auf der Homepage www.vhs-celle.de eingestellt.

Kuschelig wurde es im 1001 Nacht-Stil dekorierten Raum, wo sich zahlreiche Gäste einfanden, um den „Märchen aus aller Welt“ zu lauschen. Sie wurden von den Projektleiterinnen aus dem Team Interkulturelle Bildungs- und Sozialberatung vorgetragen. „Der Wunsch nach Märchen scheint einen Nerv der Zeit zu treffen“, stellte Mareke Janssen, Beraterin des TAF-Projekts (Teilhabe am Arbeitsmarkt für Geflüchtete) fest.

Ins Reich der virtuellen Welt entführte EDV-Fachbereichsleiter Frank Traenapp. Bei ihm konnten sich Interessierte über 3D-Druck informieren und Virtuelle Brillen ausprobieren. Vor allem die jüngeren Besucher waren hier zu finden. Andere Gäste nutzen die Gelegenheit, einen Blitz-Sprachkurs in Chinesisch, Isländisch oder Russisch mitzumachen und so einen Einblick in die Sprachen zu gewinnen.

„Unser Motto für dieses Semester heißt ‚Zusammen leben. Zusammenhalten. Zusammen lernen‘. Das wollen wir mit dieser Veranstaltung zum Ausdruck bringen“, erklärt vhs-Leiterin Juliane Steinke. Und die Mischung aus Unterhaltung und selbst aktiv werden kam bei den Leuten gut an. Zum Anlaufpunkt wurde die Gymnastikhalle, in der nicht nur die Laudation von Angela Merkel den Startschuss für die Feier gab. Hier hatten Schnelldenker beim Quiz eine Chance, die Theatergruppe zeigte eine Commedia dell’arte-Aufführung und zum Ausklang liefen auf Großleinwand Stummfilmklassiker mit Harald Lloyd und Buster Keaton.

Selber kreativ werden konnten die Gäste beim Angebot „Herbstlyrik hören und malen“. Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Teilnehmenden, wie die Celler Künstlerin Elena Schick ein farbenfrohes Acrylbild entstehen ließ, während Lothar Kühn und Martina Hancke Gedichte zum Herbst vortrugen. Einige Mutige wagten das Experiment auch selbst und malten ihre Interpretation von Herbststimmung.

Am späteren Abend eröffnete Enno Stünkel die Ausstellung „Die Macht der Gefühle“ und ging näher auf einige der 22 Plakate ein. Sie zeigen 100 Jahre Deutschland im Spiegel der Emotionen und greifen auch Beispiele aus jüngster Zeit auf. Bei W wie Wut wird klar, dass der Begriff „Wutbürger“ bereits 2010 bei den Protesten um das Bauprojekt Stuttgart 21 auftauchte. E wie Ekeln ist seit dem „Dschungelcamp“ gesellschaftsfähig geworden. Die Ausstellung ist noch bis zum 29. November in den Räumen der vhs Celle, Trift 20, zu besichtigen.

PR
Fotos: Martina Hancke, Liane Steinke, Tessa Twele

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