Europa-Schule in Niedersachen: Christian-Gymnasium erneuert Zertifikat

HERMANNSBURG. Eine offizielle Würdigung für seine internationalen Aktivitäten erfuhr kürzlich das Christian-Gymnasium: Die Bewerbung um eine Verlängerung des Titels „Europaschule in Niedersachsen“ verlief erfolgreich und wurde mit der Überreichung der Urkunde feierlich besiegelt.

Die Schülerinnen und Schüler der Europa-AG des Christian-Gymnasiums freuen sich zusammen mit Kristin Wegener (mit Urkunde) und ihrem Schulleiter Michael Zilk (hintere Reihe, 4. von rechts) über die Rezertifizierung als Europaschule in Niedersachen.

In ihrer Festrede vor dem versammelten Kollegium und Schülern betonte die Leitende Regierungsschuldirektorin Christine Hartmann, dass das Engagement für Europa nach wie vor ein Projekt sei, dass von heutigen und nachfolgenden Generationen fortgeführt werden müsse. „Gerade in jüngster Zeit entsteht immer mehr und mehr der Eindruck, dass das, was wir unter der Europäischen Union verstehen, zu zerfallen droht“, so Hartmann. Abschottungstendenzen, mitunter beängstigende Bewegungen hin zum rechten politischen Rand und die Probleme, die eine immer unübersichtlicher werdende weltpolitische Lage mit sich bringe, seien Anlass zur Sorge und oft genug auch zur Ratlosigkeit. Somit könne nicht oft genug betont werden, dass der Zusammenschluss der Länder des europäischen Kontinents auch der Friedenssicherung diene. Das Christian-Gymnasium, das den Titel „Europaschule“ seit 2007 trägt, habe nun erneut die Bestätigung, dass es diesen Titel zu Recht trage.

Kristin Wegener, Lehrerin und Organisatorin internationaler Aktivitäten am CGH, führte aus, wie es zu dieser Bestätigung kam. Dabei ging sie auf das erweiterte Fremdsprachenangebot an der Schule ein, das neben bilingualem Unterricht in Klasse 7 ein Italienisch- und Spanisch-Angebot in Arbeitsgemeinschaften umfasst, erwähnte die curriculare Verankerung europarelevanter Themen in mehreren Fächern und nannte Belgien, England, Finnland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Russland als regelmäßige Ziele von Austauschprogrammen und Exkursionsfahrten. Hinzu komme das Angebot an Kursfahrten und die Teilnahme an Erasmus+-Programmen. All dies und mehr habe zu einem sehr guten Zertifizierungsergebnis von 110 Punkten geführt, und es sei offensichtlich, wie viele Kolleginnen und Kollegen durch ihre Arbeit dieses ermöglicht hätten. „Vielen Dank für das großartige Engagement!“, so Wegener.

Abgerundet wurde die Zeremonie durch Schülerinnen und Schüler der Europa-AG, die ihre Erfahrungen beim gerade abgeschlossenen Erasmus+-Projekt zum Thema Diversität an Schulen vorstellten. Auch wenn es dabei um die Wahrnehmung von Unterschieden zwischen Menschen ging, hieß es im Fazit der Schüler, dass sich bei der Zusammenarbeit mit ihren europäischen Mitschülern mehr menschliche Gemeinsamkeiten als Unterschiede bemerkbar gemacht haben.

Sebastian Salie
Foto: Sebastian Salie

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