Bergens Stadtschreiberin Ariëlla Kornmehl startet Erzählcafés – Alter spielt keine Rolle bei Gesprächen über „Alles, was wir wissen konnten”

BERGEN. „In unserer Zeit geben soziale Medien und oft flüchtige, oberflächliche Gespräche den Ton an. Interaktion zwischen den Menschen und das Verständnis füreinander fällt vielen immer schwerer. Barrieren, Vorurteile und Stigmata auch zwischen den Generationen abzubauen, ist umso dringlicher”, begründet Bergens Stadtschreiberin Ariëlla Kornmehl die Serie der Erzählcafés über ihren Roman „Alles, was wir wissen konnten”, dessen berührende Generationengeschichte am 17. April 2020 im Schlosstheater Celle auf die Bühne kommt. Bis zu dieser Uraufführung veranstalten die Stadt Bergen und das Schlosstheater Celle Erzählcafés und Lesungen der Autorin in Bergen, Celle und in Nachbargemeinden – ein Begleitprogramm zur Schreibresidenz.

Zum Auftakt trafen sich insgesamt 70 Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Oberschule Bergen und des Christian-Gymnasiums Hermannsburg, Vertreter der Eltern- sowie der Groß- und Urgroßelterngeneration in dieser Woche in Bergen und Hermannsburg mit Kornmehl. Der Jüngste war 11, die Älteste 92 Jahre alt. Mit dabei waren auch die Bürgermeisterin der Stadt Bergen, Claudia Dettmar-Müller, Pastor Axel Stahlmann, Oberschulrektorin Sabine Fuhrmann, Schulleiter Michael Zilk, der Chefdramaturg des Schlosstheaters Celle, Matthias Schubert, die Leiterin der Stadtbücherei Bergen, Antje Krüger sowie weitere Lehrerinnen und Lehrer. „Ariëlla Kornmehl gibt ihre Familiengeschichte in einem Roman preis. Dazu gehört Mut. Sie hat das Leben ihrer Großmutter nach deren Zustimmung literarisch verarbeitet, teils autobiografisch, teils fiktiv. Mich freut, wie engagiert alle zu einer wirklich angeregten Diskussion der Generationen untereinander beigetragen haben“, sagt Dettmar-Müller.

Die Autorin hat inzwischen auch Briefe von Schülerinnen und Schülern aus Bergen erhalten. Scott (11) von der Anne-Frank-Oberschule schrieb ihr: „Ich habe es genossen, dass Sie da waren. Wenn Sie wiederkommen wollen, bin ich immer einverstanden. Ich mag Ihre Arbeit und, dass Sie uns zugehört haben.” Der Schüler Seran schrieb: „Ich fand es gut, weil sie von allem gesprochen haben. Ich hoffe, dass Sie wiederkommen.”

Natürlich kommt Bergens Stadtschreiberin wieder. Anfang 2020 wird es weitere Erzählcafés mit ihr geben, zu denen auch öffentlich eingeladen werden soll. Später auch im Zeitfenster der Premiere im Schlosstheater im April 2020. Neben den Erzählcafés wird über öffentliche Konzeptleseproben in Bergen, über Matineen, Probenbesuche im Schlosstheater Celle und andere Sonderformate nachgedacht.

Der Roman von Ariëlla Kornmehl „Alles, was wir wissen konnten” erschien 2016 in deutscher Sprache in der Hoffmann und Campe Verlag GmbH. Das Stadtschreiber-Programm oder auch „Artist-in-Residence-Programm“ der Stadt Bergen wird seit 2015 von der Niederländischen Botschaft in Berlin unterstützt.

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Fotos: urbanPR

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