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Johanniter-Weihnachtstrucker: Pakete aus Celle in der Ukraine eingetroffen

CELLE. Nach rund 1 500 Kilometern Fahrt in drei Tagen überreichen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer 3.600 Mal Hilfe für bedürftige Kinder, Senioren und Familien. Wochenlang haben die Johanniter im Landkreis und in der Stadt Celle für die Aktion Johanniter-Weihnachtstrucker Pakete gesammelt. Insgesamt konnten aus Niedersachsen und Bremen 3.600 Pakete auf die Reise in die Ukraine geschickt werden. Gestern wurden sie direkt durch die Johanniter vor Ort in Schytomyr, Iwano-Frankiwsk und Poltawa verteilt.

In der Vorweihnachtszeit hatten die Johanniter in Niedersachsen und Bremen Schulen, Kindergärten, Vereine und Firmen sowie Privatleute dazu aufgerufen, Pakete mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln zu packen und in den Dienststellen der Hilfsorganisation abzugeben.

„Wir haben tatkräftige Unterstützung aus Celle und dem Umland erhalten. Alle Beteiligten haben sich mit viel Herzblut eingebracht und all das erst möglich gemacht“, sagt Christoph te Uhle, Ortsbeauftragter im Ortsverband Celle. Für te Uhle ist die diesjährige Weihnachtstrucker-Aktion eine Premiere: Zusammen mit Michael Meyer, ehrenamtlichen Helfer aus seinem Heimat-Ortsverband, und den Johanniter-Kollegen aus Bremen, Stade, Wunstorf-Steinhuder Meer, Salzgitter und Braunschweig, hat sich der Celler Ortsbeauftragte auf den Weg gemacht, um die Hilfsgüter direkt ins Zielgebiet zu bringen und dort persönlich zu verteilen.

In den frühen Morgenstunden des zweiten Weihnachtsfeiertags sind die Helferinnen und Helfer in Richtung Ukraine aufgebrochen. Mit drei vollgepackten Lkw und drei Begleitfahrzeugen hat der Konvoi in der Nacht von Freitag auf Samstag die ukrainische Grenze überquert. Auf ukrainischem Gebiet hat sich der Konvoi aufgeteilt und unterschiedliche Verteilziele angesteuert: die Stadt Schytomyr, 120 km westlich von Kiew gelegen, Iwano-Frankiwsk in der Westukraine und Poltawa – östlich von Kiew, Nähe Charkow.

Hannes Wendler, Mitglied des Landesvorstands der Johanniter in Niedersachsen/Bremen, würdigt die Arbeit aller Helfer. „Das Projekt Weihnachtstrucker ist ein großes Gemeinschaftsprojekt. Mein Dank geht an die ehren- wie hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen in den Johanniter-Verbänden, die alles vorbereitet haben. An die Männer und Frauen, die jetzt in der Ukraine sind. Und natürlich an alle Paketpacker in Niedersachsen und Bremen und all diejenigen, die sich auf die ein oder andere Art und Weise eingebracht haben“, sagt Wendler.

„In den vergangen Tagen haben wir unsere Kolleginnen und Kollegen auf dem Ukraine-Konvoi über das Internet verfolgt. Ein bisschen gehen wir so mit auf die Reise und können sehen, wen unsere Pakete in der Ukraine erreichen“, sagt Christian Bauer, Vorstandsmitglied im Johanniter-Regionalverband Harz-Heide, und wünscht allen Weihnachtstruckern eine gute Heimreise.

Über die Johanniter-Weihnachtstrucker

Während der Sammelaktion packen tausende Menschen in der Vorweihnachtszeit Hilfspakete für Bedürftige in Südosteuropa. Sie enthalten dringend benötigte Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel und ein kleines Kinderspielzeug.

Gestartet sind die Johanniter-Weihnachtstrucker vor 26 Jahren mit etwa 3 000 Paketen in Bayern, inzwischen sind fast alle Landesverbände der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in die Aktion eingebunden. Der Landesverband Niedersachsen/Bremen ist 2019 das dritte Mal dabei. In diesem Jahr sind bundesweit 62.390 Pakete gesammelt und mit 49 Sattelschleppern nach Südosteuropa gebracht worden.

PR
Fotos: Johanniter






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