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Ausbildungs- und Übungsdurchgänge in der Immelmann-Kaserne unter Pandemiebedingungen

WIETZENBRUCH. Das erste Quartal des neuen Jahres ist gefühlt vorbeigeflogen und Ostern steht vor der Tür. Seit dem ersten Lockdown vor einem Jahr ist die Corona-Pandemie mal weniger, meist mehr das bestimmende Thema in den meisten Medien gewesen. Auch wenn vielfach Masken und Desinfektionsmittelspender alltägliche Begleiter geworden sind – ausgestanden ist die Situation noch nicht. In der Immelmann-Kaserne finden derzeit Ausbildung und Übungsdurchgänge unter Pandemiebedingungen statt, um lageangepasst dem hoheitlichen Auftrag nachkommen zu können. Das bedeutet unter anderen Hygienekonzepte, eine engmaschige medizinische Überwachung, möglichst separierte Unterbringung, Kohortenbildung und Ausbildung in kleineren Gruppen – um nur ein paar Maßnahmen zu nennen. Im vergangenen Jahr wurden mit diesem Vorgehen gute Erfahrungen gemacht.

Seit der Nutzung des Kiebitzwaldes als Übungsgelände hat der militärische Übungsbetrieb in und um die Immelmann-Kaserne einen direkten Überschneidungsbereich mit der ansässigen zivilen Bevölkerung. Als Standortältester weist Oberst Rohmann daher dringend darauf hin, wie wichtig es ist, die Sicherheitsvorschiften in solchen Gebieten einzuhalten, Sperrschilder zu beachten und Funde anzuzeigen.

Das Gelände „Kiebitzwald“ aber auch der Standortübungsplatz Scheuen sind militärische Bereiche. Die Grenzen solcher Bereiche sind mit Grenztafeln deutlich als militärische Anlage gekennzeichnet. Nicht sach- und fachkundigen Personen ist es verboten, aufgefundene Munition und Munitionsteile zu berühren, aufzunehmen, in ihrer Lage zu verändern. Dabei muss es sich nicht um Übungsmaterial aus der Ausbildung handeln – auch jahrzehntealte Altlasten verlieren nicht an Gefährlichkeit. Munition jeder Art, die unzerlegt (Blindgänger) oder auch zerlegt in Sprengstücke mit Zündern, Zündladungen im Gelände liegt, stellt eine große Gefahr dar.

Eine andere, wenngleich nicht minder akute Gefahr ist zudem um und am Heeresflugplatz Wietzenbruch zu thematisieren: Eingriffe in den Luftverkehr sind keine Bagatelldelikte, sondern eine Straftat, die Menschenleben gefährden kann. Mit Blick auf den Flugbetrieb gilt es zu beachten, dass das Beleuchten von Luftfahrzeugen mit Lampen, Laserpointern oder ähnlichem für die Betroffenen lebensgefährliche Folgen haben kann. Auch Drohnen in der Kontrollzone stellen, egal wie klein sie sind, eine große Gefahr dar. Sie sind im Bereich von 1,5km um den Flugplatz daher absolut verboten. Auch außerhalb dieses Bereiches ist während der Platzöffnungszeiten innerhalb der Kontrollzone Celle (diese schließt das gesamte Stadtgebiet mit ein), unabhängig von der Flughöhe, eine vorherige Freigabe für den Flug erforderlich.

Eingriffe in den Luftverkehr und entsprechende Gefährdungen werden als kriminelle Handlungen strafrechtlich verfolgt, sie sind kein Kavaliersdelikt! Daher ergeht an dieser Stelle der dringende Appell, im Umfeld des Flugbetriebsbereichs und auch außerhalb Rücksicht und Vorsicht walten zu lassen.

Seit das Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit 2016 in Dienst gestellt wurde und ab 2018 in den Regelbetrieb wechselte, gibt es zudem immer wieder einmal Anfragen vonseiten der Anwohner, die darum bitten, Einzelheiten zu den Planungen des Flugbetriebs vorab zu veröffentlichen oder die das Aufwachsen mit gemischten Gefühlen sehen.

„Wir verstehen sehr gut, dass die Lärmemissionen eines aktiven Flugplatzes für Anwohner belastend sein können. In Anbetracht der Tatsache, dass das Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit aufwächst und der Betrieb eher mehr als weniger wird, möchten wir Ihnen mitteilen, dass wir Maßnahmen getroffen haben, um Sie möglichst wenig zu stören“, erläutert Oberst Rohmann. „Um während der Übungsdurchgänge nicht dauerhaft Hubschrauber oder Flugzeuge am Flugplatz einzusetzen, nutzen wir beispielsweise für bestimmte Abschnitte simulationsgestützte Ausbildung.“ Aber es wird auch künftig nicht ohne Flugbetrieb gehen. Die Ausbildung und Vorbereitung der Soldaten erfordert praktische Übungsanteile und Celle als Standort mit multinationalen Verbindungen und infrastrukturelle Drehscheibe im Norden wird wichtig bleiben.

„Celle hat eine lange Geschichte als Garnisonsstadt und als Standortältester der Immelmann-Kaserne ist mir das etablierte, gute Verhältnis zur Zivilbevölkerung und insbesondere auch zu den Anwohnern am Flugplatz wichtig. Daher möchte ich Ihnen selbstverständlich soweit möglich einen Einblick in unser Handeln und unsere Beweggründe geben“, erklärt Oberst Jörn Rohmann. „Der Auftrag, den unsere Soldaten zu erfüllen haben, ist in der heutigen Zeit ein sehr fordernder. Wir in Celle wollen unseren Beitrag leisten, die Kameraden zur bestmöglichen Auftragserfüllung zu befähigen: Das dient letztlich unser aller Freiheit und Sicherheit.“

PR






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