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Aktionsprogramm des Bundes für Kinder und Jugendliche beschlossen – Niedersachsen erhält 200 Millionen Euro

NIEDERSACHSEN.Die Bundesregierung hat gestern einen Fördertopf von zwei Milliarden Euro freigegeben. Ziel ist, die coronabedingten sozialen und kognitiven Defizite bei Kindern und Jugendlichen auszugleichen. Niedersachsen erhält aus diesem Topf 200 Millionen Euro.

Kirsten Lühmann, regionale Bundestagsabgeordnete freut sich: „Die Auswirkungen der Pandemie auf unsere Kinder und Jugendlichen sind noch kaum abzusehen. Mit diesen Mitteln haben wir nun die Möglichkeit, effektiv gegenzusteuern. Uns ist dabei völlig klar, dass dieser Fördertopf erst ein Anfang sein kann und es nun zunächst darauf ankommt, dass Grant Hendrik Tonne und Daniela Behrens daraus die passenden Programme für Niedersachsen entwickeln.

Kinder und Jugendliche mussten sich seit Beginn der Pandemie ständig an neue Regeln gewöhnen, die häufig sehr kurzfristig wieder geändert wurden. Homeschooling und Wechselunterricht ließen kaum einen normalen Schulalltag zu. In den wichtigsten Entwicklungsphasen der Heranwachsenden konnten die für die Sozialisation notwendigen Gruppenerfahrungen in Schule, Sport und Freizeit nicht vernünftig durchgeführt werden. Die Gesellschaft muss jetzt zeigen, dass ihr das Opfer, das die jungen Menschen bringen mussten, um gerade die älteren, besonders Gefährdeten zu schützen, anerkennt. Wir alle müssen unsern Kindern und Jugendlichen helfen, die Erfahrungen der letzten 1,5 Jahre sinnvoll aufzuarbeiten und entstandene Lücken möglichst aufzuarbeiten.

Kultusminister Tonne hat bereits signalisiert, dass es nicht um das Aufholen des kompletten versäumten Lernstoffs gehen kann, sondern der Schwerpunkt auf der Entwicklung und Förderung von emotionalen und sozialen Kompetenzen liegen muss. Die Kernkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen müssen dabei im Vordergrund stehen.

Lühmann: „Die Pandemie hat nicht nur Schäden verursacht, sie hat auch in Bereichen wie der Digitalisierung der Schulen und häuslichen Lernräume für eine Beschleunigung gesorgt. Wir müssen auch die Lehren dieser Krise und die Chancen nutzen, bisher nur vorsichtig angegangene Konzepte endlich entschlossen weiter zu führen. Dazu zählen eine stärkere Verknüpfung schulischer und außerschulischer Angebote, wie sie Minister Tonne seit Monaten vorschlägt.“

Nachhilfeangebote für die Ferien müssen zeitlich begrenzt und als freiwilliges Angebot so gestaltet werden, dass sie nicht als Bestrafung empfunden werden. Sie müssen als zusätzliches Angebot mit einem großen Anteil an Abenteuer und Spaß Teil der Ferien werden. Ich begrüße ausdrücklich die Aussagen aus dem Kultusministerium, dass die Förderprogramme mit einem Minimum an Bürokratie so zügig wie möglich anlaufen können.

Das Signal der Sozialministerin Behrens, die Fördermittel auch in enger Zusammenarbeit mit kommunalen Initiativen umzusetzen und die Mehrgenerationenhäuser und Familienfreizeitstätten einzubeziehen, halte ich für eine Kombination, bei der alle Beteiligten profitieren können.

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