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„Ein bisschen etwas Gutes tun“ – Ein gut funktionierendes System: 35 Johanniter arbeiten im Impfzentrum des Landkreises Celle

Landkreis CELLE. „Guten Tag, hallo, kommen sie ruhig näher!“ Johanniterin Stefanie Gaede lächelt freundlich, winkt den Menschen zu sich heran, wirft einen Blick auf die Papiere und sagt dann: „Sehr schön, Ihre erste Impfung. Bitte einmal dort entlang, suchen Sie sich einen gemütlichen Stuhl. Wir holen Sie gleich ab.“ Dann dreht sie sich um und blickt dem nächsten Impfkandidaten freundlich ins Gesicht.

An diesem Nachmittag im Frühling ist es voll im Impfzentrum des Landkreises Celle. Voll und wuselig. Der Bereich von Anmeldung und Registration gleicht einem geschäftigen Ameisenbau, es ist laut, von draußen strömen immer weitere Menschen in die ehemalige Kaserne, füllen die notwendigen Zettel aus, stellen Fragen, warten geduldig und werden dann schließlich einen Raum weiter geleitet: Dort wo die maximal vier Impfstraßen des Landkreises errichtet sind. Dem ein oder anderen ist Anspannung und Nervosität ins Gesicht geschrieben. Dem gegenüber stehen Freundlichkeit und Gelassenheit der Impfzentrums-Mitarbeiter. „35 Johanniterinnen und Johanniter sind hier für uns beschäftigt“, sagt Henning Hamann Dienststellenleiter des Johanniter-Ortsverbands Celle. Gemeinsam mit den anderen Hilfsorganisationen DRK, ASB und den Maltesern wird das Impfzentrum betrieben, die organisatorischen Leitung hat das DRK.

Johanniter-Mitarbeiterin Stefanie Gaede empfängt die Impflinge und geleitet sie freundlich zu den Kabinen.

Stefanie Gaede hat bereits bis 13 Uhr als Medizinische Fachangestellte in ihrem „normalen“ Job in einer Praxis gearbeitet. Seit 13.45 Uhr steht sie im Impfzentrum und geleitet die Impflinge zu den einzelnen Kabinen, später wird sie vielleicht selbst noch die Spritzen verabreichen. 90 Prozent freuen sich richtig auf den Piks, sagt Gaede. Auch deswegen macht die Arbeit so großen Spaß, auch inmitten des größten Trubels. „Alle sind freundlich und gut gelaunt.“

Im Laufe des Tages werden im Impfzentrum Biontech/Pfizer- und AstraZeneca-Dosen an die Menschen verimpft. Erstere werden gut angenommen, bei letzteren braucht es zuweilen durchaus etwas Überzeugungsarbeit. Am Abend werden es insgesamt mehr als 700 Impfungen sein. Insgesamt wurden bisher aber alle AstraZeneca-Dosen in Celle verabreicht.

Seit Mitte Dezember stehen die Mitarbeitenden der vier Hilfsorganisationen für den Betrieb des Zentrums bereit. Innerhalb kürzester Zeit hat sich ein gut funktionierendes System entwickelt, in dem viele Zahnrädchen routiniert ineinandergreifen. „Wir sind untereinander ein wirklich gutes Team“, sagt Stefanie Gaede. Vor allem die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden der anderen Organisationen klappe hervorragend. “Wir impfen ja hier alle zusammen, das darf man nicht außer Acht lassen“, sagt die 56-Jährige. Überhaupt schwingt bei der Cellerin eine gute Portion Idealismus mit. Die Aufgabe im Impfzentrum ist für sie nicht einfach nur ein Nebenjob. „Hiermit kann ich ein bisschen etwas Gutes tun“, sagt sie, dreht sich um und sagt freundlich: „Hallo, guten Tag, kommen Sie ruhig näher. Darf ich Ihren Zettel sehen?!“

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Foto: Schweiger/Johanniter





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