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„Mein Tempo… Mein Leben!“ – Unfallpräventionskampagne mit dem Schwerpunkt „Baumunfälle“

NIEDERSACHSEN. Zwar ist die Zahl der im Jahr 2020 im Straßenverkehr Getöteten und Verletzten in Niedersachsen so niedrig wie nie zuvor. Allerdings gab es im vergangenen Jahr –möglicherweise aufgrund der mit der Corona-Pandemie einhergehenden Mobilitätsveränderungen – eine besorgniserregende Entwicklung im Bereich der sogenannten Baumunfälle.

121 von 370 tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern – und damit rund ein Drittel aller Todesopfer – kamen im Jahr 2020 auf Niedersachsens Straßen bei Baumunfällen ums Leben. Darunter sind allein im Alter von 25 bis 34 Jahren 31 Todesopfer zu verzeichnen. Im Flächenland Niedersachsen gibt es viele Landstraßen, oft mit Bäumen an den Fahrbahnrändern. Die meisten tödlichen Unfälle passieren auf diesen Straßen und enden in vielen Fällen an einem Baum. Die Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen auf Strecken außerhalb von Ortschaften sind regelmäßig Fahrfehler oder nicht angepasste Geschwindigkeit. Gerade jüngere Fahrerinnen und Fahrer sind überdurchschnittlich oft an Baumunfällen, auch mit schweren Folgen, beteiligt.

Auf Initiative der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V. haben sich daher mit dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport und dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung drei wichtige Partner in der Verkehrssicherheitsarbeit zusammengetan, um mit vereinten Kräften etwas für die Sicherheit auf den Landstraßen in Niedersachsen zu tun. Dabei setzen sie in erster Linie auf die Stärkung der Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer und stellen ihre Initiative unter dem Motto

„Mein Tempo…Mein Leben!“

vor. Das Motto soll unterstreichen, dass angepasste und angemessene Geschwindigkeit im Straßenverkehr von allerhöchster Bedeutung ist. Die Botschaft lautet: Zu hohes Tempo kostet Menschenleben! Die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Unfallausgangs ist bei einem Zusammenstoß mit einem Baum oder einem ähnlichen Unfall fünfmal höher, als wenn es keinen gibt.

Boris Pistorius, Niedersächsische Minister für Inneres und Sport und zugleich Schirmherr der Kampagne, sagt: „Zu hohes Tempo und auch nur eine sehr kurze Unaufmerksamkeit von wenigen Millisekunden sind lebensgefährlich. Die Folgen sind für die Beteiligten selbst, für die Angehörigen und diejenigen, die an einen solchen Unfallort kommen, um zu helfen, schrecklich. Gemeinsam wollen wir darum dazu beitragen, bessere Bedingungen zu schaffen und noch mehr für die Gefahren dieser besonders gefährlichen Unfälle sensibilisieren. Außerhalb geschlossener Ortschaften passieren die meisten tödlichen Unfälle, und das Risiko zu sterben, ist fünfmal höher, wenn es einen Zusammenstoß mit einem Baum gibt. Unsere Kampagne will dieses Signal insbesondere an jüngere Menschen sowie Fahranfängerinnen und Fahranfänger senden, damit sie vorsichtiger unterwegs sind – und im Zweifel doch eher abbremsen oder nicht aufs Handy schauen, wenn eine neue WhatsApp reinkommt. Denn das rettet Leben!“

Dessen ist sich auch Heiner Bartling, Präsident der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V., sicher: „In unserem Flächenland Niedersachsen ist eine ‚sichere Landstraße‘ von besonderer Relevanz. Die kritischen Situationen, die sich auf den alltäglichen Fahrten ergeben können, weil Sekunden gewonnen werden sollen, sind den Menschen nicht bewusst. Das situationsgerechte Tempo ist das Maß der Dinge, nicht ein paar Sekunden Zeitgewinn, welche im schlimmsten Fall das Leben kosten können. Es gilt im Straßenverkehr wie überall: Mein Tempo…Mein Leben!“

Die Kampagne, startet mit einer Plakatinitiative und Dialogdisplays auf ausgewählten Landstraßen sowie einem Kurzvideo für die Präventionsarbeit. Flankiert wird die Maßnahme in einem weiteren Schritt durch eine Social-Media-Aktion, die in Kürze digital vorgestellt wird. Damit sollen insbesondere junge Menschen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren, eine Hochrisikogruppe für Baum- und Geschwindigkeitsunfälle, angesprochen werden. Weitere Maßnahmen und Aktionen befinden sich in Vorbereitung und werden die Kampagne zukünftig fortgesetzt unterstützen.

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