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Ministerpräsident Weil zu Besuch im Allgemeinen Krankenhaus Celle

CELLE. Ministerpräsident Stephan Weil besuchte heute das AKH und ließ sich die aktuelle Situation erläutern, die der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Dr. Ratsch-Heitmann, in seiner Begrüßung umriss:

„Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

es ist mir eine besondere Ehre, Sie heute bei uns im Allgemeinen Krankenhaus in Celle begrüßen zu dürfen. Ich tue das in meiner Funktion als Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Wiswe. Landrat Wiswe nimmt heute – wie Sie wissen – an einer Sitzung des deutschen Landkreistages in Trier teil, wo er unter anderem klären möchte, wie das Miteinander zwischen Impfzentren und Hausärzten in den anderen Flächenländern funktioniert. Herr Ministerpräsident, Herzlich willkommen!

Ich begrüße auch den ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Celle und heutigen Geschäftsführer des Niedersächsischen Städtetags, Herrn Dirk-Ulrich Mende.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident! Ich darf Ihnen im Weiteren vorstellen:

Aus dem Aufsichtsrat die stellvertretende Vorsitzende Frau Angela Hohmann und Herrn Maximilian Schmidt, dem ich für die Hilfe bei der Vermittlung Ihres Besuchs danken möchte.

Herrn Kreisrat Axel Flader, zuständig für das Sozialamt, das Jugendamt und das Gesundheitsamt im Landkreis Celle
den Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. Martin Windmann und den Vorstand Herrn Franz Caesar,
den Ärztlichen Direktor, Herrn Prof. Dr. Dieter Fröhlich
den Betriebsratsvorsitzenden Herrn Ralf Laumert und
den Leiter der Unternehmenskommunikation Herrn Tobias Mull

Das AKH Celle besteht in diesem Jahr 175 Jahre.

Wir sind eine Stiftung bürgerlichen Rechts, getragen und verantwortet durch den Landkreis Celle, dessen Landrat den Vorsitz im Aufsichtsrat innehat und der weitere Kreistagsmitglieder mit Stimmberechtigung in den Aufsichtsrat delegiert. Dort erfolgt über Parteigrenzen hinweg auch in schwierigen Phasen eine sachorientierte Zusammenarbeit mit weiteren Vertretern z.B. der Kirchen und dem Betriebsrat. Das AKH Celle ist mit ca. 600 Betten und 2000 Mitarbeitern eines der größten Krankenhäuser in Niedersachsen. Wir versorgen ca. 200 000 Menschen, haben als kommunales Krankenhaus eine idealtypische Größe und gehören mit unserem Leistungsspektrum zur höchsten medizinischen Leistungsstufe. Wir sind gerade dabei, uns mit einer Investition von ca. 150 Mio Euro für die Zukunft wetterfest zu machen. Der Landkreis unterstützt das durch seinen Zugang zu sehr günstigen langfristigen Krediten in Höhe von 70 Mio €.

Wir danken Ihnen Herr Ministerpräsident ausdrücklich, dass wir dabei mit über 50 Mio € Landesmitteln rechnen dürfen. Ohne die Hilfe des Landes würden wir uns nicht zukunftsfähig aufstellen können.

Wir sind uns im Landkreis Celle einig, dass ein Krankenhaus kein primär gewinnorientiertes Rendite-Objekt für Anleger sein darf. Und schon regen sich bei mir wieder altbekannte Bauchschmerzen, die bisher kein Arzt beseitigen konnte: Wir sind auch als kommunales Krankenhaus nach wie vor gezwungen, aus dem laufenden Betrieb Überschüsse zu erwirtschaften, nur um unsere notwendigen Investitionen tätigen zu können. Dann geht üblicherweise unser bittender Blick nach Hannover, da die duale Finanzierung der Krankenhäuser bei der den Investitionen doch das Land grundsätzlich in der Pflicht sieht. In der Nachbarschaft gibt es sogar Landkreise, die regelmäßige Subventionen in zweistelliger Millionenhöhe erbringen müssen. So sollte es nicht laufen.

Wir wissen, dass Ihnen die Krankenhäuser in Niedersachsen als Teil der Daseinsvorsorge am Herzen liegen. Wir sind stolz, dass Sie mit Ihrem Besuch die Bedeutung des AKH Celle unterstreichen. Und wir bauen auf Sie, dass Sie Ihren Einfluss geltend machen, die Förderquote des Landes zu steigern. Chronisch angespannt ist die Haushaltslage eigentlich immer. Da hilft dann vielleicht nur ein Sondervermögen. Ich habe Sie dann in solchen Situationen schon mal sagen hören: Wat mutt, dat mutt! Dem wäre dann nichts hinzuzufügen.“

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