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Feuerwehrgeschichte im Museumsdorf – Freiwillige Feuerwehr aus Rosche-Prielip übergibtLeihgabe

HÖSSERINGEN. Lodernde Flammen, enge Gassen, aufgeregte Stimmen: Noch heute kann man sich vorstellen wie es gewesen sein muss, wenn früher im Dorf ein Haus in Brand geriet. Auch damals kam die Feuerwehr, allerdings nicht mit einem modernen Einsatzfahrzeug, sondern mit einem Handspritzenwagen.

Restaurator Philipp Ramünke, Ernst-August Luther, Jürgen Kaschub, Peter Mohwinkel, Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm und Hermann Schulz bei der Übergabe der Feuerwehruniform Kontakt

Ein solcher Handspritzenwagen ist aktuell in der neuen Sonderausstellung „Rollen ist leichter als Tragen“ des Museumsdorf Hösseringen zu sehen und konnte nun dank einer Leihgabe der Freiwilligen Feuerwehr Rosche-Prielip um ein besonderes Ausstellungsstück ergänzt werden: eine originale Feuerwehruniform von Beginn des 20. Jahrhunderts. Damit ist die Uniform in etwa so alt wie die Handdruckspritze aus dem Jahr 1902. Mit einer Pumpleistung von 200 Litern Wasser pro Minute und einer Strahlweite von bis zu 36 Metern trug sie wesentlich zur Verminderung verheerender Flächenbrände bei.

Seit den 1970er-Jahren hält eine Teilgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Rosche-Prielip diesen besonderen Teil der Feuerwehrgeschichte fest. Was als Scheunenfund begann, wurde zu einer aktiven Gruppe von 16 Mann, die auf verschieden Historienfesten und Wettkämpfen ihre Spritze von 1886 in Betrieb nehmen und zeigen, wie mühselig das Löschen von Feuer in vergangenen Zeiten war. Viel Kraft und Ausdauer waren nötig, um einen steten Wasserstrahl aufrecht zu halten. Bei ihren Vorführungen trägt die sogenannte „Pumpergruppe“ die historischen Feuerwehruniformen von damals. Eine davon wird gerade für die Ausstellung aufgearbeitet und ist bald bis zum Ende der Ausstellung 2022 im Museumsdorf zu sehen. Vorführungen eines Handspritzenwagens durch die Feuerwehr Rosche-Prielip auf dem Gelände des Museumsdorfes sind geplant.

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