Anzeige

Endlich wieder gemeinsam – Positives Fazit nach Sommerfreizeit der Evangelischen Jugend

Landkreis CELLE. Die Sommerfreizeit der evangelischen Jugend im Kirchenkreis Celle liegt zwar schon ein paar Tage zurück, aber diese Erinnerungsstücke werden definitiv bleiben: Die guten alten Batik-Shirts haben in Dänemark ihr großes Revival gefeiert und manch ein Elternteil der insgesamt 33 Teilnehmenden dürfte da wehmütig an die eigene Jugend zurückgedacht haben.

Natürlich war es nicht die wiederentdeckte Batik-Technik, die bei dieser Freizeit im Vordergrund stand. Sondern allein die Tatsache, dass die zweiwöchige Veranstaltung überhaupt stattfinden konnte. Der Aufwand vor und während der Reise, sagt Kirchenkreisjugendwartin Susanne Mauk, sei enorm gewesen: „Für die 33 Jugendlichen und neun Betreuerinnen und Betreuer hatten wir 300 Testkits eingepackt, alle zwei Tage wurde getestet.“ Eine Jugendfreizeit ganz im Zeichen der Pandemie – das zeigte sich schon daran, dass drei angemeldete Teilnehmende kurzfristig absagen mussten: Sie hatten zu den Partygästen derAbi-Feier gehört, die sich nach positiven Testergebnissen in Quarantäne begeben mussten.

Und doch war die Fahrt nach Dänemark auch ein Zeichen dafür, dass gemeinschaftliche Erlebnisse in Zeiten von Corona möglich sind – und möglich sein müssen. Susanne Mauk sagt: „Rein von der Betreuung her war es die vielleicht schwierigste Freizeit, die ich je erlebt habe.“ Wie sehr die Jugendlichen unter den Corona-Bestimmungen der vergangenen eineinhalb Jahre zu leiden hatten, habe sich anfangs teilweise im Sozialverhalten gezeigt. Verständlich, wenn man bedenkt, wie lange die jungen Menschen nicht mehr die Möglichkeit hatten, mit fremden Personen gemeinsam ein Abenteuer in der Ferne zu erleben.

Umso wertvoller, dass das Team der Evangelischen Jugend einen so besonderen Ort wie das Gruppenhaus bei Varnaes am Ausgang des Als Fjord zum Reiseziel bestimmt hatte. Direkt am Wasser gelegen mit einem eigenen Steg, versprühte die Gegend einen außergewöhnlichen Charme und lud förmlich dazu ein, sich mit der Gruppe vertraut zu machen und eine ganz eigene Dynamik zu entwickeln. Teamerin Lena sagt: „Am Anfang haben wir vor allem auf gruppenfördernde Maßnahmen gesetzt, später fanden sich die eigenen Cliquen ganz von alleine. Und trotzdem war zu spüren, wie alle an einem Strang gezogen haben.“ Sie und die anderen Teamerinnen und Teamer berichten davon, wie rührend sich die Jugendlichen direkt nach der Rückkehr nach Celle im WhatsApp-Gruppenchat für die gemachten Erfahrungen bedankt hätten. „Eine schrieb: ‚Es war bestimmt nicht ganz leicht mit mir, deshalb danke ich euch für die schöne Zeit‘. Das ist schon ein bemerkenswertes Feedback.“

Ihr Kollege Tjark berichtet davon, wie intensiv die Arbeit mit den Teilnehmenden gewesen sei: „Wir haben uns oft gemeinsam im Team besprochen, um möglichen Konflikten entgegenzuwirken. So was passiert natürlich auf jeder Freizeit, aber diesmal war die Aufgabe doch schon sehr besonders.“ Und so ist es vor allem den Organisatorinnen und Organisatoren und Teamerinnen und Teamern zu verdanken, dass diese Sommerfreizeit nicht nur stattfinden konnte, sondern für die Jugendlichen eine wichtige Möglichkeit war, mal wieder gemeinsam Neues zu entdecken und nach vielen Monaten der sozialen Distanz mal wieder zusammenzukommen. „Auch das ist Kirche“, sagt Susanne Mauk, „Gemeinschaft schaffen, Gemeinschaft erleben. Und von dieser Gemeinschaft zehren.“ Natürlich nur stilecht in gebatikten T-Shirts. Alex Raack






Anzeige


Anzeige