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Überraschendes Umfrage-Ergebnis zur Ausstellung „Einfach – ICH“

CELLE. Im Hotel Schaper hatte Evelyn Wöhler einige Werke in der Ausstellung „Einfach – Ich“ ausgestellt. Während der Ausstellung konnten Hotelgäste und Besucher die Werke in Acryl Pouring beliebig drehen, wie es ihnen gefiel. Damit die Künstlerin auch ein coronagerechtes Feedback bekommen konnte, hatte sie einen kleinen Umfragebogen ausliegen gehabt. 20 Rückmeldungen konnte sie auf diesem Wege sammeln, auswerten und ihre Werke verlosen. Dabei stieß sie auf recht interessante Einsichten. In einer kleinen, feinen Abschlussveranstaltung stellte sie die Umfrageergebnisse einigen ausgewählten Gästen vor. Im Anschluss zog die Glücksfee die vier Gewinner*innen aus einem Jutebeutel.

Im linken Flur im Erdgeschoss hatte Evelyn Wöhler verschiedene Acryl Pouring Werke gerahmt sowie ungerahmt gehängt. Hier hatten die Besucher und die Hotelgäste die Möglichkeit die Werke zu drehen und in sich zu fühlen, wie es ihnen damit geht. 10 Betrachterinnen gefielen diese Werke sehr gut, 7 fanden sie gut, einem gefielen sie nicht und 2 fanden die Werke zu beliebig. Evelyn Wöhler wertete das Wort „beliebig“ als Aussage, dass die Werke zu uninteressant seien. Doch es könnte auch ein anderer Rückschluss möglich sein. Die Werke ähneln sich aufgrund der gewählten Technik, lediglich die Farben und der Verlauf ebendieser sind unterscheidbar. Daher können die Werke recht austauschbar wirken. Die Künstlerin hat via Fragebogen die Betrachterinnen gefragt, ob die Werke für sie Ruhe oder Unruhe in ihnen auslöse. 13 Teilnehmerinnen empfänden beim Betrachten Ruhe, bei 6 hätten die Werke Unruhe ausgelöst. Lediglich eine Person habe sich diesbezüglich nicht festlegen können. Auf die Frage „Was empfinden Sie beim Drehen der Werke?“ antworteten 6 mit „einem guten Gefühl“, 3 mit „Neugierde“ und 11 mit „Bestätigung“. Die Antworten zu der Rahmung der Werke hätten ihr gut gefallen. Die drei Werke würden in der klassischen Betrachtung durch die Rahmung gehoben werden. Aber nur eine Rückmeldung bestätigte diese Sicht. Die Werke ohne Rahmen hätten 18 Betrachterinnen sehr zugesagt. Hier zeigte sich die Künstlerin offen überrascht und erleichtert, schließlich würden ihr die freien Werke auch mehr zusagen.

Überraschung!

In der oberen Etage auf der linken Seite hingen zwischen den großformatigen Werken jeweils in eine Gruppe von 3-4 Werken zusammen. So zeigte Evelyn Wöhler zwei Serien: Serie rot und die Serie Wachsmalerei. 12 Betrachterinnen hätten diese abwechslungsreiche Hängung mit „Mal anders“ bewertet, 2 hätten es zu unruhig gefunden, aber wiederum 6 habe es gut gefallen. Insgesamt kam die Künstlerin zu dem Schluss: „Diese Hängung wurde gut aufgenommen. Die Besucherinnen würden häufig auch mal Abstand zum Werk nehmen. Durch die enge Hängung würden die zusammenhängenden Werke miteinader interagieren und den Raum lebendiger gestalten. 13 Teilnehmer*innen hätten sich die Werke aufgrund der Hängung eher angeschaut und größeres Interesse an einem bestimmten Werk empfunden. 6 hätten dadurch nicht mehr Interesse am Werk gezeigt und einer sei sich unschlüssig gewesen. Die meisten hätten die Serie Rot (15) interessanter gefunden als die Serie Wachsmalerei (4). „Das hat mich wirklich überrascht. Ich hätte erwartet, dass die Seire Rot für viele zu grell wirken würde und sich für die Serie Wachsmalerei aussprechen würden. Schließlich wirkt die zweite Serie eher beruhigend auf den Betrachter. Aber dies war offensichtlich nicht der Fall. So ganz und gar nicht – sondern wurde ganz anders wahrgenommen.“ Sie sei froh, dass sie diese Umfrage durchgeführt habe. Denn so habe sie neue Erkenntnisse gewonnen, die sie zukünftig in ihrer künstlerischen Arbeit einfließen lasse.

Gewinner sind …

Für die Verlosung konnte sich jede/r seinen Favoriten aussuchen. Hier zeige die Auswertung, dass die Werke 5 und 4 besonders gut angekommen wären. Nummer 8 und 6 wären gleich beliebt gewesen. Alle anderen Werke hätten nur einzelne Punkte auf sich ziehen können. Auch hier sei es für sie als Künstlerin interessant, wie unterschiedlich die Werke Zuspruch gefunden hätten. Zur Ziehung der Lose bat Evelyn Wöhler den Hotelbesitzer die Glücksfee zu mimen. Folgende Namen wurden aus dem Beutel gezogen: Marlies und Andreas Brusdeylins, Ursula Gomm sowie Charlotte Kowollik. Da das Ehepaar Brusdeylins anwesend war, konnte es ihre Lieblingswerke (7 und 8) dort bereits im Empfang nehmen. Für Ursula Gomm und Charlotte Kowollik wird es spannend werden. Denn beide hatten sich für die Nummer 4 ausgesprochen. So wird einer der beiden sich wohl für die Alternative (5) entscheiden müssen. Da sollte aber aufgrund der ausgeprägten Beliebtheit wohl zu verschmerzen sein.

Redaktion
Celler Presse






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