Sonntag, 15. Februar 2026

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MdB Kerstin Vieregge informiert sich an der Panzertruppenschule

Gleich zu Beginn des neuen Jahres bekommt die Panzertruppenschule in Munster Besuch des Mitgliedes des Deutschen Bundestages Kerstin Vieregge. Am größten Heeresstandort informierte sich die Obfrau der Unionsfraktion im Verteidigungsausschuss über die Ausbildung und die Ausrüstung der Bundeswehr.

Verständnis für die Bundeswehr ist wichtig

Bereits bei der Begrüßung stellte der Kommandeur der Panzertruppenschule, Brigadegeneral Björn Schulz, klar heraus, dass es ihm wichtig sei, dass die Politiker ihre Bundeswehr kennen. Damit meint er die Menschen, „wie wir ticken“ und ihre Fähigkeiten und mögliche Einsatzoptionen der Streitkräfte. Besonders vor dem Hintergrund des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine, muss dem Parlament klar sein, welche militärischen Optionen die Bundeswehr der Regierung anbieten kann, um daraus mögliche Unterstützungsleistungen für die UKRAINE ableiten zu können. „Dabei ist es wichtig, unsere Panzer grundsätzlich zu verstehen und welchen Aufwand es bedeutet, diese erfolgreich einzusetzen. Wenn die ukrainische Armee damit gegebenenfalls unterstützt werden soll, muss man um Ausbildungserfordernisse einerseits und verbleibende Umfänge bei uns und damit Fähigkeiten andererseits wissen“, so Brigadegeneral Schulz.

Das Erkenntnisinteresse von Frau Vieregge wurde damit genau getroffen, denn der Politikerin aus dem westfälischem Lipperland ging es um Informationen zu Ausrüstung und Ausbildungsmöglichkeiten der Panzertruppen und der Heeresaufklärungstruppe. Nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und wie Ausbildungsunterstützung geleistet werden kann.

Hightech und Heavy Metall

Bei der Ausbildung des Führungsnachwuchses der gepanzerten Kampftruppen ist die simulationsgestützte Ausbildung seit Jahrzehnten bewährt. Davon überzeugte sich nun auch das Mitglied im parlamentarischen Verteidigungsausschuss bei der Schule gepanzerte Kampftruppen. Im Simulationszentrum Panzertruppen werden Panzerbesatzungen trainiert und auf den scharfen Schuss vorbereitet. Auch komplexe Gefechtshandlungen und Vorgehensweisen werden hier ausgebildet und trainiert. Besonders beeindruckt zeigte die Abgeordnete sich von den durch die Truppe selbst entwickelten taktischen Simulatoren für den SPz PUMA und den Leopard 2 A7V.

Wie groß das bei der Bundeswehr sogenannte Großgerät ist, wurde der Politikerin am LEOPARD 2 A7V – die modernste Version des Kampfpanzers – und dem Schützenpanzer PUMA in der modernsten Version sehr deutlich. Die Ausbilder erklärten der Politikerin die Funktionsweise des Kampfpanzers und des Schützenpanzers im Detail. Dabei wurde die Komplexität des Waffensystems „Leopard 2„ A7V“ herausgestellt und damit auch aufgezeigt, wieviel Ausbildungs- und Übungszeit notwendig ist, um den Kampfpanzer zu beherrschen. Das Interesse der Parlamentarierin am PUMA ergab sich auch aus der Debatte um die neueste Version, die zuletzt in den Schlagzeilen war. Soldaten und insbesondere erfahrene Ausbilder versicherten ihr glaubwürdig, dass so gut wie niemand, der den PUMA genutzt hat, je auf diesen verzichten würde. Ein Spitzensystem mit herausragenden Fähigkeiten, gerüstet für den modernen Krieg.

Raubkatzen und Wechsel der Kampfweise

Im weiteren Verlauf des Besuches überzeugte sich die Bundestagsabgeordnete Vieregge auf dem Truppenübungsplatz Munster von der Professionalität der Panzergrenadiere. Noch mit dem LEOPARD zur Ausbildung gefahren, konnte sie bei den angehenden Feldwebelanwärtern der Ausbildungsklasse „PUMA“, den Gefechtsdienst mit dem Thema Angriff beobachten und anschließend mit dem PUMA ebenfalls taktisch im Gelände fahren.

Eyes on Target

Zum Ende erhielt die Abgeordnete Einblicke in die Ausbildung der Fernspähkräfte, einer besonderen Fähigkeit der Heeresaufklärungstruppe. Die Fernspäher operieren häufig auf sich alleine gestellt und weit abgesetzt von der eigenen Truppe, um Aufklärungsergebnisse für die operative Führungsebene zu gewinnen Dazu ist es oft notwendig, ein Aufklärungsziel mehrere Tage zu beobachten und durchgängig das „Auge am Feind“ zu haben. Unerkannt zu bleiben, ist dafür die unabdingbare Voraussetzung. Dazu operieren sie aus Verstecken heraus und melden das Beobachtete über moderne Kommunikationsmittel an die militärischen Führungszentralen. Voraussetzung dafür ist eine umfassende, moderne und fordernde Ausbildung dieser hochspezialisierten Aufklärungskräfte. Die Abgeordnete war am Ende sichtlich beeindruckt von der Vielfalt, der Ausbildung und den Fähigkeiten der vorgestellten Truppengattungen. Am meisten jedoch von der Entschlossenheit und Selbstverständlichkeit der beteiligten Soldaten.

„Ich habe professionelle und hochgradig motivierte Soldaten sowie beeindruckend leistungsfähiges Großgerät kennengelernt. Herausforderungen und Probleme gibt es immer. Wir dürfen nicht alles schlechtreden!“ äußerte sich die Bundestagsabgeordnete Vieregge durchweg positiv.

Thomas Rotter und Stephan Korts
Foto: Michel Baldus

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