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Grüner Abend des Hegerings Sülze mit Gert G. von Harling

  • Sülze

Ein neues Veranstaltungsformat hat der Sülzer Hegering kürzlich erfolgreich ausprobiert: Ein „Grüner Abend“ in der „Kroiger Schüün“ im Eversener Dorfkrug fand begeisterten Anklang. Bei jagdlich-feierlicher Musik, die die Sülzer Jagdhornbläser lieferten, und einem reichhaltigen Grillbüfett mit Wildbret aus heimischen Revieren tauschten sich die zahlreichen Gäste über die jüngsten Ereignisse in Wald und Flur aus und stimmten sich auf das beginnende Jagdjahr ein. Einen kulturellen Höhepunkt lieferte der Jagdschriftsteller Gert G. von Harling, der aus seinen Werken las und die jeweiligen Textstellen durch Anekdoten und persönliche Stellungnahmen ergänzte.

Der 77-jährige von Harling hat über 40 Jagdbücher geschrieben, war in vielen Ländern rund um den Globus auf der Pirsch und ist seinem Bericht zufolge sein „ganzes Leben lang eigentlich nur zur Jagd gegangen.“ Ob im heimischen Feuerschützenbostel, wo er aufwuchs, in Afrika, Nord- und Südamerika, Asien oder Australien: Stets habe seine Leidenschaft dem Waidwerk gegolten. Schulische und berufliche Angelegenheiten seien dagegen für ihn eher nebensächlich gewesen – mehr als einmal sei er besipielsweise von der Schule verwiesen worden, weil er zu oft lieber den Wald als das Klassenzimmer besucht habe.
Dementsprechend groß ist der Erfahrungsschatz, auf den von Harling an diesem Abend zurückgreifen konnte, und er fesselte das Publikum mit der mal humorvollen, mal nachdenklichen Art, in der er seine Erlebnisse schilderte. Immer wieder kam er dabei auf die zunehmende Technisierung der Jagd zu sprechen, der er zwar nicht grundsätzlich ablehnend, wohl aber kritisch gegenüber steht. Auch sei das bloße Ansitzen in der geschlossenen Kanzel nicht mit der Pirsch zu vergleichen, bei der es gelte, dem Wild auf Augenhöhe gegenüberzutreten.

Somit gab es reichlich Anlass, nach dem Vortrag weiter zu diskutieren und sich mit der eigenen Haltung zum Jagen auseinanderzusetzen. Dem kamen die Gäste rege nach und auch der Autor stetzte sich mit an den Tisch, beteiligte sich an den Gesprächen und signierte das eine oder andere Buch. „Alles in allem war es ein unterhaltsamer, lehrreicher und spannender Abend mit bester Bewirtung und inhaltlicher Tiefe“, resümierte der Sülzer Hegeringleiter Robert von Kleist. Über eine Fortsetzung des Konzepts „Grüner Abend“ werde bereits nachgedacht.

Sebastian Salie
Foto: Sebastian Salie

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