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Norddeutsche Geothermietagung in Hannover: Niedersachsens Wärmewende nimmt Fahrt auf

Im vergangenen Jahr wurden in Niedersachsen 2705 Geothermieanlagen installiert und damit 18 Prozent mehr als 2021. Und auch dieses Jahr werden es ähnlich viele Anlagen werden. Das ist ein wesentliches Ergebnis der 14. Norddeutschen Geothermietagung, die heute im Geozentrum Hannover stattfand.

Die alljährliche Tagung gilt als Top-Branchentreff der norddeutschen Erdwärmeszene. Das diesjährige Motto der Veranstaltung mit mehr als 160 Expertinnen und Experten lautete: „Hotspot Hannover: Geothermie – durch Innovation zur Wirtschaftlichkeit“. Dabei standen aktuelle Projektbeispiele, Marktentwicklungen, Zukunftspotenziale und Innovationen vor allem der oberflächennahen Geothermie im Mittelpunkt.

„Geothermie bietet uns die Möglichkeit, erneuerbare Wärme aus einer umweltfreundlichen und nahezu unerschöpflichen Energiequelle zu gewinnen“, sagte Niedersachsens Umwelt-, Energie- und Klimaschutzminister Christian Meyer. In seinem Impulsvortrag betonte er, wie wichtig der Ausbau der Erneuerbaren Energien für das Erreichen der Klimaziele ist, „das müssen wir mit aller Kraft vorantreiben“, so Meyer.

In diesem Jahr ist voraussichtlich wieder mit mehr als 2500 neuen Geothermieanlagen in Niedersachsen zu rechnen.

Welche positive Entwicklung die Geothermie aktuell nimmt, stellte Carsten Mühlenmeier, Präsident des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), heraus. „Wir verzeichnen eine deutlich steigende Beratungsaktivität und eine vermehrte Beteiligung in wasserrechtlichen Erlaubnisverfahren“, erklärte Mühlenmeier. „Damit leisten wir einen essenziellen Beitrag zur Wärmewende.“ Das LBEG berät als Niedersächsischer Geothermiedienst (NGD) fachlich neutral und wirtschaftlich unabhängig zur Energiegewinnung aus Erdwärme und schafft geowissenschaftliche Grundlagen.

Geothermie-Expertin Prof. Dr. Inga Moeck vom Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) erläuterte: „Geothermie ist die natürliche Wärme unserer Erde. Sie ist nicht nur ein faszinierendes Forschungsgebiet, sie ist auch eine ständig verfügbare Energie. Dabei zeigen unsere Studien: Besonders die oberflächennahe Geothermie hat das Potenzial, für die Wärmewende schnell ausgebaut zu werden und den Anteil geothermischer Heizenergie bis 2030 zu vervierfachen.“

Lutz Brockmann, betrachtete als Bürgermeister der Stadt Verden die Wärmewende aus kommunaler Sicht: „Innerhalb einer Generation 80 Prozent der Bestandsgebäude auf eine klimafreundliche Wärmeversorgung umzurüsten, ist ein technischer, wirtschaftlicher und demokratischer Kraftakt. Nur die kommunale Wärmeplanung kann eine lokal angepasste, wirtschaftlich optimale und gesellschaftlich tragfähige Transformation erarbeiten. Zur Realisierung brauchen die Kommunen wirksame Werkzeuge von Bund und Land, es braucht Verbindlichkeiten und passgenaue Förderungen.“

Die Veranstalter der Norddeutschen Geothermietagung sind das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Landeshauptstadt und Region Hannover, hannoverimpuls GmbH, in Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN).

Die 15. Norddeutsche Geothermitagung findet voraussichtlich im Mai 2024 statt. Im Fokus steht dann die Tiefengeothermie.

Weitere Infos und das aktuelle Programm der diesjährigen Tagung sind im Internet unter Norddeutsche Geothermietagung 2023 zu finden.

PR

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