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Von „Opaomatrösterchen“ und „Mickeymäusen“

  • Celle

Die Amateur-Theatergruppe der Volkshochschule Celle spielt die „Altersheimgroteske“ King Kongs Töchter von Theresia Walser. King Kongs Töchter sind drei Pflegerinnen in einem Altenheim, die sehr eigenwillige Vorstellungen von ihrem Beruf haben. Wenn das Leben schon zu Ende gehen muss, dann aber bitte schön mit einem glamourösen Abgang. Und so beschließen die drei „Knacker-Ammen“, wie sie sich selber nennen, den Tod ihrer Schützlinge groß in Szene zu setzen.

Für ihre „Altersheimgroteske“ erhielt die Autorin Theresia Walser, Tochter von Martin Walser, 1999 die Auszeichnung als Autorin des Jahres. Walser weiß, wovon sie spricht: Sie hat selbst ein Jahr in der Altenpflege gearbeitet.

„Uns hat an diesem Stück vor allem auch die Sprachraffinesse fasziniert“, sagt Carsten Dettbarn, Leiter der Theatergruppe an der vhs Celle. Die drei Pflegerinnen, die sich selbst als „Opaomatrösterchen“ bezeichnen und die Altenheimbewohner ihre „verwirrten Mickeymäuse“ nennen, sind mit den Herausforderungen ihres Berufs überfordert. Der Frust über die Unveränderlichkeit in ihren immer wiederkehrenden Tätigkeiten lassen sie eine imaginäre Parallelwelt aufbauen. Auf der anderen Seite sind dort die Alten: Menschen in der „Endstation“ Ihres Lebens, mit Ihren Gebrechen, Ihren Krankheiten, ihren immer noch vorhandenen Träumen.

„Die Handlungen – mal komisch, mal tragisch – können uns nicht egal sein“, so Dettbarn. „King Kongs Töchter“ spielt an einem Ort, an dem auch heute immer wieder Macht und Ohnmacht aufeinandertreffen. Diese extreme Polarität verleiht dem Stück eine besondere Intensität. Der Zuschauer ist gefordert, Stellung zu beziehen.

„King Kongs Töchter“ ist aber nur zum einen Teil ein gesellschaftskritisches Stück. „Vor allem zeigt es Theater in all seinen Facetten und bringt den Zuschauern einfach Freude“, betont der Leiter der vhs-Theatergruppe.

Von der Spielfreude der Amateur-Schauspielerinnen und Schauspieler kann man sich selbst überzeugen: „King Kongs Töchter“ wird Samstag, 17. Juni, 19.30 Uhr, am Sonntag, 18. Juni, 17 Uhr und am Dienstag, 20. Juni, 19.30 Uhr, auf der Theaterbühne des Hölty-Gymnasiums (Eingang Welfenallee) aufgeführt. Einlass ist eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Der Eintritt beträgt 12 Euro.

PR
Foto: Volker Schulze

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