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Asthma schon im Grundschulalter

Pfeifender Atem, Husten und Atemnot: Bei Asthma bronchiale sind die Atemwege kurzzeitig oder auch dauerhaft so verengt, dass man schlecht Luft bekommt. Gerade Kinder von sechs bis elf Jahren sind laut einer Analyse der Krankenkasse BARMER in Niedersachsen und Bremen mit jeweils 52 Fällen je 1.000 Einwohner in dieser Altersgruppe überproportional betroffen. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt in dieser Altersgruppe liegt bei 43 Betroffenen je 1.000 Einwohner.

„Wenn die chronische Krankheit nicht angemessen behandelt wird, kann es mit der Zeit dazu führen, dass die Lunge schlechter Sauerstoff aufnimmt und die körperliche Belastbarkeit nachlässt“, sagt Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Niedersachsen und Bremen. Die Beschwerden würden meist anfallsartig auftreten, häufig auch nachts. Dies sei einer der Gründe, warum sich manche Menschen mit dieser chronischen Erkrankung oft müde und abgeschlagen fühlen. Bei einem Asthma-Anfall könne sich eine zunächst nur leicht erschwerte Atmung bis zu ernsthafter Atemnot steigern

Risikofaktor: Rauchen der Eltern

Asthma trete in einigen Familien häufiger auf als in anderen, was auf ein gewisses familiäres Risiko schließen ließe. Weitere Risikofaktoren an Asthma zu erkranken, seien zum Beispiel andere allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Neurodermitis in der Familie oder beim Kind selbst sowie ein unterdurchschnittliches Geburtsgewicht. Jungen erkrankten häufiger an Asthma als Mädchen. „Außerdem gibt es einen wichtigen Risikofaktor, der vermeidbar ist: das Rauchen der Eltern“, so Sander. Bei Menschen mit Asthma neige das Immunsystem dauerhaft zu einer übersteigerten Abwehrreaktion. Dieser Hang zum „Übereifer“ mache sich aber erst bemerkbar, wenn die Schleimhäute, die die Bronchien von innen auskleiden, Kontakt zu bestimmten Reizen haben. Diese würden als Auslöser (englisch: trigger) bezeichnet.

Wie sich der Alltag mit Asthma verändert

Wie die meisten chronischen Erkrankungen beträfe Asthma nicht nur ein einzelnes Organ – in diesem Fall die Lunge –, sondern den ganzen Menschen. Nächtliche Asthma-Anfälle verschlechterten den Schlaf und sorgten tagsüber für Müdigkeit Unkonzentriertheit. Auch die körperliche Fitness könne leiden. „Oft dauert es eine Zeit, sich auf das Leben mit einer chronischen Erkrankung einzustellen. Das gilt manchmal auch für Angehörige“, so Sander. Ausreichende Informationen über Asthma könnten Kinder und Erwachsene im Umgang mit ihrer Erkrankung stärken und selbstständiger machen. Wer gut informiert sei, komme oft besser mit kritischen Situationen wie einem akuten Asthma-Anfall zurecht. Notfälle und Klinikeinweisungen ließen sich dann oft vermeiden. Selbsthilfegruppen könnten beim Umgang mit der Erkrankung eine wichtige Unterstützung sein.

PR

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