Zum Inhalt springen
Anzeige
Anzeige

Benefiz-Filmvorführung für die Erdbebenopfer in Kurdistan

  • Celle

Am Mittwoch, den 5. Juli, um 19 Uhr findet in den Kammerlichtspielen eine Benefiz-Filmvorführung für die Erdbebenopfer in Kurdistan statt. Das Celler „Defend Kurdistan“-Komitee“ zeigt den im demokratischen Nord- und Ostsyrien produzierten Spielfilm „Kobanê“ und sammelt Spenden, die an „Medico International“ gehen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Der dramatische Spielfilm „Kobanê“ handelt vom Widerstand der kurdischen Selbstverteidigungseinheiten YPG und YPJ gegen die Belagerung der Stadt Kobanê im Norden Syriens, durch den sogenannten „Islamischen Staat“.  Der Film folgt dem Leben von Zehra, einer 32-jährigen Kämpferin. Als der Kommandant ihrer Einheit die Flucht ergreift, übernimmt sie die Führung. Mit hohem Einsatz gelingt es den kurdischen Streitkräften, die Belagerung von Kobanê gegen die militärische Übermacht des IS zu durchbrechen und die Stadt zu befreien.

Durch den Widerstand der Selbstverteidigungskräfte 2014/2015 gegen den sogenannten „IS“ wurde die Stadt Kobanê weltweit zu einem Symbol der Hoffnung und erlangte internationale Bekanntheit. Der erfolgreiche Kampf gegen den „IS“ sicherte der Bevölkerung in Nord- und Ostsyrien zugleich ihre gesellschaftliche Selbstverwaltung. Seit über 10 Jahren organisieren sich die Menschen in dieser Autonomieregion eigenständig nach der Idee des demokratischen Konföderalismus auf Basis von Frauenbefreiung, Ökologie & Basisdemokratie.

Nach dem schweren Erdbeben im Februar 2023 in der Türkei und Syrien mit mindestens 59.259 Todesopfern brauchen besonders die kurdischen Regionen Unterstützung. Aufgrund der Unterdrückung der kurdischen Bestrebungen nach Selbstverwaltung, gelangt internationale Hilfe für gesundheitliche Versorgung und Wiederaufbau kaum dorthin.

Die selbstverwaltete Region in Nordostsyrien, Rojava, wird vom türkischen Staat seit Jahren sabotiert und attackiert – mit militärischen Offensiven, der Kappung des Wasserzuflusses und Drohnenangriffen, die gezielt Infrastruktur zerstören und Zivilistinnen und Zivilisten töten. Selbst nach dem Erdbeben steht die Region weiterhin unter Beschuss.

All diesen Widrigkeiten zum Trotz ermöglicht „Medico International“ schon seit Jahren direkte Hilfe vor Ort und unterstützt damit die Menschen dabei, selbstbestimmt in ihrer Heimat leben zu können. Dabei geht es der Organisation um Solidarität: Ziel ist die Durchsetzung des Rechts auf Hilfe aller und die Schaffung von Perspektiven für Menschen, die alles verloren haben.

Hinweis: der Film enthält explizite Darstellung körperlicher Gewalt und Krieg.

Über die Filmkommune Rojava:

Die Filmkommune ist ein Kollektiv von Filmemacherinnen und Filmemachern, das 2015 in der autonomen Region Rojava im Nordosten Syriens gegründet wurde. Sie bildet selbstorganisiert alle Arten von Filmschaffenden aus und konzentriert sich auf den Wiederaufbau und die Reorganisation aller Infrastrukturen für Filmeerstellung, Vorführung und Bildung.Kriegsfilm; Kurdisch mit Untertiteln

Regie: Özlem Yaşar

Mit Dijle Arjîn, Ziya Çiçek, Asif Ahmed, Awar Elî, Mordem Firat

Rojava (Syrien) 2022, 140 Min.

PR

Hinweis zu der Meldung
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.


Anzeige



Anzeige