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Sorge um Berkefeldweg: Anwohner kämpfen für Erhalt ihres Idylls

Ein beschauliches Idyll im Grünen, verbunden durch eine starke Gemeinschaft der Anwohner, steht vor Veränderungen. Der Berkefeldweg, ein ruhiger Weg im Ortsteil Hehlentor, der weit mehr ist als nur eine Straße, wird durch eine bevorstehende Ortsumgehung in zwei Teile geteilt. Die Anliegergemeinschaft kämpft nun mit gemischten Gefühlen für den Erhalt ihres vertrauten Lebensumfelds.

Die Ortsumgehung ist nicht das Problem

Die geplante Ortsumgehung soll den Verlauf des Berkefeldwegs optisch unterbrechen, doch die Besiedlung endet bereits nach 270 Metern und geht in einen landwirtschaftlichen Weg über, bevor sie auf der Seite von Altenhagen ihre Fortsetzung findet. Es ist genau dieser Abschnitt von 400 Metern, in dem die Umgehung geplant ist. Nach Fertigstellung der Ortsumgehung soll somit nach 300 Metern der Berkefeldweg auf der Hehlentor-Seite an den neuen Verlauf herangehen und kurz parallel dazu verlaufen, bevor er mittels einer Brücke die neue Trasse quert. Die Anbindung nach Altenhagen bleibt somit erhalten.

Unter den Anwohnern gibt es unterschiedliche Reaktionen auf die bevorstehenden Veränderungen. Während sich einige über die Aussicht auf eine neue Straße freuen, haben sich andere bereits mit der Situation abgefunden.

Mangelnde Kommunikation

Ein Hauptkritikpunkt der Anwohner ist die mangelnde Kommunikation und die sich ständig ändernde Lage. Besonders besorgt sind sie darüber, dass der schmale Berkefeldweg, der bisher von rund 200 Fahrzeugen täglich befahren wird, zukünftig einem Verkehr von bis zu 2.600 Fahrzeugen standhalten muss, einschließlich Bussen und Lastwagen.

Kürzlich genannte Informationen über eine vorgesehene Unterführung am Ende der Wittinger Straße, die nicht nur von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden soll, sondern auch Busse und Schwerlastverkehr aufnehmen könnte, haben unter den Anwohnern gemischte Reaktionen ausgelöst. Viele sehen darin jedoch eine mögliche Entlastung für den schmalen Berkefeldweg.

Um den Verkehr auf der Straße weniger attraktiv für Durchreisende zu gestalten, plant die Stadt im Herbst 2023 nicht nur die Erneuerung der Asphaltdecke, sondern auch eine „alternierende Parkregelung“. Dies bedeutet, dass ausgewiesene Parkflächen abwechselnd auf der rechten und linken Straßenseite eingerichtet werden sollen. Zusätzlich könnten ausgewiesene Anwohner-Parkflächen geschaffen werden, um Fremdparkern entgegenzuwirken.

In Anbetracht der breiteren und besser ausgebauten Straßen in der Umgebung, wie der Robert-Koch-Straße (8,50 Meter Breite) und der Wittinger Straße (7,10 Meter Breite), sehen sich die Bewohner des Berkefeldwegs mit einer schmalen Fahrbahn (5,50 Meter Breite) konfrontiert, die ihnen zunehmend Sorgen bereitet. Die Sicherheit von Radfahrern und parkenden Fahrzeugen steht dabei im Fokus der Bedenken. Die zusätzlichen Erschütterungen durch den steigenden Verkehr verstärken die Besorgnis der Anwohner.

Wir stehen zusammen

Trotz der Herausforderungen stehen die Anwohner des Berkefeldwegs zusammen und setzen sich aktiv für ihre Interessen ein. Sie haben sich heute zu einer Versammlung getroffen, um über die aktuelle Situation zu beraten. Dabei äußerten sie Frustration über die mangelnde Kommunikation seitens der Verwaltung und Politik in den letzten vier Jahren.

Andreas Lechner und Andreas Herki, zwei Anwohner des Berkefeldwegs, zeigten sich erfreut über die zahlreiche Teilnahme der Anlieger an der Versammlung. Allerdings blieben die meisten eingeladenen Politiker der Veranstaltung fern, sehr zur Enttäuschung der Anwohner.

Während die geplante Sanierung der Asphaltdecke Unmut hervorruft, da einige Anlieger sie als Vorboten einer Straßenausbesserung hin zur neuen Hauptstraße befürchten, fühlen sich andere bei der Planung der Parkflächen übergangen.

Die Anwohner fordern insgesamt einen kompetenten Ansprechpartner, der sie frühzeitig informiert und ihre Ideen in die Planung einbezieht. Sie sehen in der bevorstehenden Ortsumgehung sowohl Chancen als auch Risiken und betonen die Bedeutung einer transparenten Kommunikation für eine zukünftige Lösung.

Fazit

Die bevorstehende Ortsumgehung und die neuen Verbindungen werfen Fragen auf, wie sich der Verkehr tatsächlich im Berkefeldweg entwickeln wird. Die aktuellen Planungen und bereits angedachten Veränderungen lassen vermuten, dass die Situation nicht zwangsläufig dramatisch eskalieren muss. Doch die Anwohner betonen, dass eine offene und regelmäßige Kommunikation seitens der Stadt und der Verwaltung von entscheidender Bedeutung ist, um mögliche Herausforderungen frühzeitig anzugehen und gemeinsam Lösungen zu finden.

Die Zukunft des Berkefeldwegs hängt von einer transparenten und offenen Kommunikation ab. Die Anwohner fordern, dass ihre Stimmen gehört werden und ihre Bedenken ernst genommen werden, um gemeinsam mit den zuständigen Behörden und Politikern tragfähige Lösungen zu erarbeiten. Während die Ortsumgehung neue Möglichkeiten eröffnet, sind die Anwohner des Berkefeldwegs bereit, für den Erhalt ihres geliebten Idylls zu kämpfen und eine Zukunft zu gestalten, die sowohl die Bedürfnisse der Gemeinschaft als auch die veränderte Verkehrssituation berücksichtigt.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de

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