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VCD kritisiert: Die Stadt fördert Eltern-Taxis und gefährdet damit die Sicherheit der Kinder

  • Celle

Ein Schock für alle verantwortungsbewusste Eltern: Die Stadt plant an den Grundschulen direkt am Eingang sogenannte Hol- und Bringzonen einzurichten. Damit solle es den Eltern zukünftig möglich sein, mit dem Pkw bis vor den Schuleingang zu fahren und die Kinder dort abzusetzen. „Damit werden noch mehr Eltern animiert, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen. Die Autos werden dorthin gelenkt, wo genau zu der Hauptzeit müde, abgelenkte Kinder mit sperrigen Ranzen umherwanken. Das Chaos vor den Schulen nimmt zu“, befürchtet Claus Stahl vom VCD Celle. 

Oft fahren Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, weil sie der Ansicht sind, dass ihre Kinder nur so sicher dort ankommen. Tatsächlich aber machen Elterntaxis die Straßen für Kinder unsicherer. Viele Autos, die im Park- oder Halteverbot stehen, in der zweiten Reihe parken oder auf der Straße wenden, blockieren die Sicht und verstopfen die Straße. Elterntaxis schaden der Umwelt und nehmen Kindern zudem die Möglichkeit, früh zu lernen, wie man sich eigenständig und sicher im Verkehr bewegt.

Der ADAC hat veröffentlicht, dass der größte Teil aller Unfälle mit Kindern morgens zwischen 7 und 8 Uhr passiert, also auf dem Weg in Schule und Kindergarten. Bei einem Drittel dieser Unfälle wurden die Kinder im Auto transportiert. Bei einem weiteren Drittel waren die Kinder mit ihrem Fahrrad unterwegs und wurden von Autos erfasst und verletzt oder getötet. Also selbst der größte Autoclub warnt vor der Gefährdung durch die Elterntaxis.

„Nur wenn Kinder die Möglichkeit haben, selbstständig ihre Wege zu gehen, können sie langfristig Sicherheit im Straßenverkehr gewinnen. Außerdem lernen sie Verantwortung für den Klimaschutz zu übernehmen und bleiben nebenbei durch mehr Bewegung gesund und konzentrationsfähig.“

Die Verkehrssicherheit vor Grundschulen und Kindergärten muss erhöht werden. Es bedarf einer gemeinsamen Aktion von Lehrenden, Kindern, Eltern, Polizei und Verkehrsplanern, um auf allen Ebenen ein Umdenken zu bewirken, denn es geht um die Sicherheit der Kinder. Lösungsansätze sind bekannt und müssen nur gewollt sein: Hol- und Bringzonen mit mind. 250 m Abstand vom Schuleingang, Schulwegpläne; Laufbusse oder Schulstraßen mit temporären Durchfahrtsbeschränkungen.

Martina Sonnenberg-Ackemann
Foto: Alicja / Pixabay

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